TRADITION

Maibaum schmückt Stavenhagener Schlossgarten

Die Corona-Krise hat auch die Pläne zu einem ersten Maimarkt in Stavenhagen zerstört. Dennoch ließen es sich die Initiatoren nicht nehmen, erstmals den dazugehörigen Maibaum aufzustellen.
Trotz Regen hatten sich einige Stavenhagener versammelt, um bei Aufstellen zuzusehen. Foto: Eckhard Kruse
Trotz Regen hatten sich einige Stavenhagener versammelt, um bei Aufstellen zuzusehen. Eckhard Kruse
Der Maibaum ist mit Innungszeichen und Vereinsschildern versehen. Foto: Eckhard Kruse
Der Maibaum ist mit Innungszeichen und Vereinsschildern versehen. Eckhard Kruse
Im Stavenhagener Schlossgarten ist ein Maibaum mit bunten Bändern, einem Kranz und Innungszeichen errichtet worden. Foto:
Im Stavenhagener Schlossgarten ist ein Maibaum mit bunten Bändern, einem Kranz und Innungszeichen errichtet worden. Eckhard Kruse
Stavenhagen.

Die Stadt Stavenhagen hat nach vielen Jahren wieder einen Maibaum. Er wurde auf Initiative des Shantychors „Windstärke 7“ auf der Festwiese im Stavenhagener Schlossgarten aufgestellt. Einige Anwesende konnten sich nur erinnern, dass vor vielen Jahren am Einkaufszentrum „Reutereiche“ ein solcher Baum stand. Doch die Frage, ob Maibäume früher auch in der Stavenhagener Tradition üblich gewesen waren, konnte am Donnerstag nicht endgültig beantwortet werden.

„Den Baum hat die Stadt zur Verfügung gestellt“, sagte Initiator und Chorleiter Erich Penz. Er selbst habe die 12 Meter hohe Tanne geschält und mit bunten Bändern versehen. Die Frauen des Chors hätten den Kranz geflochten. Am Ende seien noch Schilder von Handwerker-Innungen und von Stavenhagener Vereinen angebracht worden. „Um die Innungsschilder hat sich die Kreishandwerkerschaft gekümmert“, erzählte Penz. Daneben sind auch die Stadt, die Schützengesellschaft, der Stavenhagener Sportverein von 1863 und der Shantychor vertreten. Und am Stamm ist ein Hinweis angebracht, dass das Maibaumaufstellen von der Ehrenamtsstiftung MV unterstützt worden ist – mit 1000 Euro, wie es von der Stadt hieß.

Idee kam von Baden-Württemberg nach Mecklenburg-Vorpommern

Nun steht der Baum mit Bauhofhilfe 1,30 Meter tief im Boden. Bürgermeister Stefan Guzu (parteilos) freute sich sehr, dass Erich Penz die Idee vom Maibaumaufstellen aus seiner alten Heimat in Baden-Württemberg mit nach Mecklenburg-Vorpommern gebracht hat. „Ich stamme auch nicht aus Mecklenburg“, sagte Guzu. Doch es sei gut, dass jeder neue Ideen einbringe. Bei einem Vereinstreffen im Januar sei vorgeschlagen worden, dass die Vereine ein bis zwei Veranstaltungen im Jahr gemeinsam organisieren. Man griff die Idee des Shantychors auf. Es sollte auch einen Maimarkt geben. „Doch leider können die Pläne durch die Corona-Krise nicht verwirklicht werden“, sagte Guzu.

Die geplante erste Veranstaltung mit Susi Koch und DJ-Enjoy muss nun ausfallen, bedauerte auch Erich Penz. Nun konzentriere man sich auf das nächste Jahr und könne die Veranstaltung zu einem richtigen Fest mit Handwerker- und Kunstmarkt ausbauen. „Dafür haben wir jetzt mehr Vorlauf.“

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