STREIT UM WIDMUNG

Malchin baut Kriegerdenkmal wieder auf

Das Ehrenmal soll künftig sowohl an die Malchiner Opfer des Ersten Weltkrieges als auch an die Verfolgten des Naziregimes erinnern. Doch wie geht das zusammen?
Torsten Bengelsdorf Torsten Bengelsdorf
Einige Buchstaben sind bereits abhanden gekommen. 1948/49 war das Kriegerdenkmal zu einer VVN-Gedenkstätte geworden.
Einige Buchstaben sind bereits abhanden gekommen. 1948/49 war das Kriegerdenkmal zu einer VVN-Gedenkstätte geworden. Torsten Bengelsdorf
Malchin.

Seit Jahren wird in Malchin über das marode Kriegerdenkmal am Rande des Malchiner Stadtparks gestritten. Nun zeichnet sich eine Lösung ab, was aus dem riesigen Gedenkstein werden soll. Das Ehrenmal war 1929 als Erinnerung an die 257 Malchiner eingeweiht worden, die im Ersten Weltkrieg gefallen waren. In den Jahren 1948/49 widmeten es die neuen Machthaber plötzlich in ein VVN-Denkmal (Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes) um. Daran wollten bisher auch die Denkmalbehörden festhalten. Nicht aber der Heimatverein, der die ursprüngliche Bedeutung favorisiert.

Doch nun ist ein Kompromiss gefunden, mit dem beide Seiten ganz gut leben können. Danach soll das Bauwerk wieder wie das ursprüngliche Denkmal hergerichtet werden und statt der Schale des VVN-Steins die alte Krone des Kriegerdenkmals zurückbekommen, wie Bürgermeister Axel Müller (CDU) erläutert. An der Seite soll ein Schwert angebracht werden, sowie die Jahreszahlen der beiden Weltkriege. Neben dem Denkmal werden Tafeln an die Geschichte des Ehrenmals erinnern. Die Denkmalbehörde des Seenplatten-Landkreises habe zu dieser Gestaltung bereits Zustimmung signalisiert, so Müller.

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