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Malchin hält an verkürzter Wahlzeit fest

Später öffnen, früher schließen. Trotz Kritik halten die Verantwortlichen an den verkürzten Öffnungszeiten der Wahllokale in Malchin fest. Doch zumindest ein Stadtvertreter will da nicht mitspielen.

Trotz teils heftiger Kritik sollen die Malchiner bei der nächsten Bürgermeisterwahl zwei Stunden weniger Zeit haben, ihre Stimme abzugeben.
Archiv/Uwe Anspach Trotz teils heftiger Kritik sollen die Malchiner bei der nächsten Bürgermeisterwahl zwei Stunden weniger Zeit haben, ihre Stimme abzugeben.

Aller Kritik zum Trotz bleibt Malchin dabei: Zur Bürgermeister-Wahl am 10. Mai nächsten Jahres sollen die Wahllokale früher abgeschlossen werden. Der Antrag auf Verkürzung der Wahlzeit sei inzwischen beim Innenministerium gestellt worden, das jetzt darüber zu entscheiden habe, sagte Malchins Wahlleiter Andreas Vonthien am Dienstag. „Wir vertreten auch weiterhin die Auffassung, dass die Verkürzung der Wahlzeit der richtige Schritt ist.“

Die Wahllokale sollen demnach erst um 9 Uhr öffnen und bereits um 17 Uhr wieder schließen. Vonthien begründet dies mit der ohnehin geringen Wahlbeteiligung, aber auch damit, dass es immer schwieriger werde, Wahlhelfer zu finden. Bisher habe sich bei der Wahlleitung noch kein Wähler negativ über dieses Vorhaben geäußert. Deshalb sehe er keine Veranlassung, die Entscheidung nochmals zu überdenken, erklärte Vonthien.

Inzwischen liegt laut Rathaus-Sprecher Thomas Koch aber ein Antrag des Stadtvertreters Martin Jahrmärker vor, es bei den alten Öffnungszeiten zu lassen. Auch bei sämtlichen Landtagsabgeordneten aus der Region war die Verkürzung der Wahlzeit auf teils heftige Kritik gestoßen.