Das Zünden von Böllern und Feuerwerk am Silvesterabend ist in den verschiedenen Städten auch verschieden gerege
Das Zünden von Böllern und Feuerwerk am Silvesterabend ist in den verschiedenen Städten auch verschieden geregelt. Wo es nicht verboten ist, wird indes empfohlen, darauf zu verzichten. Patrick Pleul
Feuerwerk

Malchin lässt es zu Silvester nun doch noch krachen

Was das Silvester-Feuerwerk angeht, hat nun beinahe jede Stadt oder jedes Amt in der Region eigene Regeln. Dabei darf das Knallzeug gar nicht verkauft werden.
Malchin

Böllern erlaubt, hat das Rathaus in Malchin nun für die Stadt und das gesamte Amtsgebiet doch noch entschieden. Wie Bürgermeister Axel Müller (CDU) am Mittwoch mitteilte, wird es in den Städten Malchin und Neukalen und den amtsangehörigen Gemeinden kein Feuerwerksverbot zu Silvester geben. Kurz vor Weihnachten hatte die Stadt- und Amtsverwaltung noch an einer Verbotsverordnung gearbeitet. „Wenn wir das Feuerwerk untersagen, dann müssen wir dieses Verbot auch kontrollieren und dazu sind wir doch gar nicht in der Lage“, begründete der Bürgermeister, der auch leitender Verwaltungsbeamter des Amtes Malchin ist, die Kehrtwende. „Wir empfehlen aber trotzdem, möglichst auf die Knallerei zu verzichten“, so Axel Müller.

Ganz streng ist Stavenhagen

Damit gelten in der Region nun höchst unterschiedliche Festlegungen für das Silvesterfeuerwerk. „Feuer frei“ heißt es so wie in Malchin auch im gesamten Amt Gnoien und im Amt „Mecklenburgische Schweiz“, wo es keine gesonderten Einschränkungen gibt. Ganz anders sieht es im Amt Stavenhagen aus, wo auf allen öffentlichen Straßen und Plätzen keine Pyrotechnik verwendet werden darf, wie das Amt in einer Allgemeinverfügung festgelegt hat. Bei Verstößen drohen Bußgelder von bis zu 25 000 Euro.

In Teterow und Dargun sind die Silvesterknaller dagegen nur in bestimmten Bereichen verboten, in Teterow auf dem Markt- und Kirchplatz, am Malchiner Tor in der Malchiner Straße und am Rostocker Tor in der Rostocker Straße. Ob sich Teterower und Besucher an diese Vorschriften halten, wird auch überprüft. Wie Teterows Bürgermeister Andreas Lange mitteilte, werde es eine „gemeinsame Bestreifung durch die Polizei und den Kommunalen Ordnungsdienst geben“. In Dargun muss man laut dortiger Allgemeinverfügung die Böller an der Hauptstraße B 110 von der Demminer, über die Schloss-, Amts- und Burgstraße die Böller stecken lassen. Ebenso verboten sind sie auf dem Platz des Friedens, an der Kloster- und Schlossanlage sowie auf allen Spiel-, Sport-und Bolzplätzen in Dargun und in den Ortsteilen.

Feuerwehren fühlen sich gut vorbereitet

Die Feuerwehren sehen trotz dieser unterschiedlichen Bestimmungen der Silvesternacht gelassen entgegen. Durch das Verkaufsverbot werde es wohl etwas ruhiger zugehen, vermutet Teterows Wehrführer Mathias Saft. Auch ohne Einschränkungen sei Silvester im Einsatzgeschehen des gesamten Jahres kein besonders herausstechender Tag. Dennoch sei die Freiwillige Feuerwehr Teterow einsatzbereit: Ein Großteil der 45 Kameradinnen und Kameraden weilt zu Silvester in Teterow.

Wer bei den höchst unterschiedlichen Regelungen in der Silvesternacht den Überblick verliert: Zumindest gegen Wunderkerzen wird niemand etwas einzuwenden haben. Feiern im öffentlichen Raum sind dagegen generell in der Silvesternacht ebenso verboten wie öffentlich organisierte und veranstaltete Feuerwerke. Und auch geschlossene Gesellschaften in Gaststätten darf es dieses Jahr nicht geben, obwohl die Gaststuben geöffnet sein dürfen. Wer sich hier zu Silvester einen Tisch reserviert hat, kann sich unter Einhaltung von 2Gplus (geimpft oder genesen und zusätzlich tagaktuell getestet) zum Jahreswechsel bewirten lassen.

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