Ein Herz für Insekten

Malchin lässt viele Wiesen künftig einfach blühen

Der Rasenmäher wird in Malchin ab dem nächsten Frühjahr öfter mal stehen bleiben. Schilder sollen den Einwohnern dann erklären, warum das so ist.
Torsten Bengelsdorf Torsten Bengelsdorf
Die Halbinsel im Tourismushafen zählt zu den auserwählten Wiesen in der Stadt, die ab dem nächsten Jahr richtig aufblühen können.
Die Halbinsel im Tourismushafen zählt zu den auserwählten Wiesen in der Stadt, die ab dem nächsten Jahr richtig aufblühen können. Torsten Bengelsdorf
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Malchin.

Malchins Stadtbauhof kann den Rasenmäher im nächsten Jahr öfter mal stehen lassen. Eine ganze Reihe von Wiesen im Stadtgebiet soll dann nämlich nicht mehr gemäht werden. Das Gras darf ab dem kommenden Frühjahr beispielsweise am Malchiner Tourismushafen Koesters Eck, im Gewerbegebiet oder am Amselweg ohne Grünschnitt in die Höhe sprießen. Schilder an den Rasenflächen sollen dann erläutern, warum das so ist: Die Wiesen sollen neuer Lebensraum für Insekten werden.

„In den zurückliegenden 30 Jahren hat sich der Bestand an Insekten um rund drei Viertel verringert”, erklärt der Leiter der Arbeitsgemeinschaft Vogel- und Insektenschutz der BUND-Ortsgruppe „Malchiner See und Umland”, Arno Süssig. Das habe Auswirkungen auf die Nahrungskette. Die Zahl der Vögel und Fledermäuse sei rückläufig, weil sie weniger Nahrung fänden. Auch die Zahl der Störche sei in den vergangenen 14 Jahren um rund ein Drittel zurückgegangen, zählt Süssig auf. Deshalb hat die Arbeitsgruppe zusammen mit Malchins Bürgermeister und dem Stadtbauhof sich jetzt auf einige Flächen geeinigt, die zu sogenannten Blühwiesen werden sollen. Dem Stadtbauhof würde dadurch die Arbeit erleichtert und die Stadt spare Kosten.

Kommentare (1)

Aus christlicher Naechstenliebe - fuer Insekten - fuer Andersdenkende - fuer unsere Politker - fuer ein Land auf Niedriglohnbasis in dem wir gut und gerne leben - in Nbdg sieht es auch so aus - der Geldtopf ist leer