Probebetrieb angelaufen

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Malchin liefert das erste Bio-Erdgas

Messtechnik in der Biogas-Einspeiseanlage, die nach rund sechsmonatiger Bauzeit im Malchiner Industriegebiet jetzt den Probebetrieb aufgenommen hat.
Messtechnik in der Biogas-Einspeiseanlage, die nach rund sechsmonatiger Bauzeit im Malchiner Industriegebiet jetzt den Probebetrieb aufgenommen hat.
Michael Elsholtz

Der Umbau der Biogas-Anlage war in Malchin vor einem Jahr noch umstritten. Stadtvertreter fürchteten üble Gerüche.

Nach sechs Monaten Bauzeit hat in Malchin eine Einspeise-Anlage für Bio-Erdgas den Probebetrieb aufgenommen. Das Biogas entsteht bei der Verarbeitung von Silage zu Strom und Wärme und wird nun gereinigt ins Gasnetz geleitet. Wie der Energienetzbetreiber E.dis mitteilt, nimmt die Anlage stündlich 735 Kubikmeter Bio-Erdgas auf – eine Menge, die ausreicht, um rund 2400 Eigenheime mit Wärme und warmem Wasser zu versorgen.

Die Firma Danpower hatte vier Millionen Euro in den Umbau ihrer Biogas-Anlage am Malchiner Industriehafen investiert, E.dis kostete die Einspeise-Anlage 3,5 Millionen Euro.

Der Umbau war im vergangenen Jahr in Malchin noch hoch umstritten. Die Stadtvertreter befürchteten Geruchsbelästigungen. Davon ist aber bisher nichts zu spüren. Im Frühjahr soll die Anlage bei einem Tag der offenen Tür besichtigt werden können.