Prioritätenliste
Malchin sagt Betonplatten den Kampf an

„Uns Hüsung“ ist in Malchin noch eine Betonplattenstraße, die auch bereits etliche Schäden aufweist.
„Uns Hüsung“ ist in Malchin noch eine Betonplattenstraße, die auch bereits etliche Schäden aufweist.
Torsten Bengelsdorf

Sie sehen aus wie Baustraßen und führen doch schon seit vielen Jahren durch Wohngebiete oder in die Ortsteile. Für diese Plattenwege hat die Stadt Malchin jetzt einen Plan.

Aus dem Stadtbild sind sie noch immer nicht verschwunden: Mit Betonplatten, die man eigentlich nur von Baustraßen kennt, müssen sich Anwohner in Malchin zum Beispiel in der Heinrich-Heine-Straße, in der Deipwohrenstrat, Uns Hüsung oder auch am Strauchwerder zufrieden geben. Auch in den Ortsteil Viezenhof führt nur eine Betonplattenstraße. Gerade aus den Ortsteilen kommen nun aber immer häufiger Beschwerden, weil einige Straßen und Wege nun wirklich nicht mehr zeitgemäß sind.

In der Stadtverwaltung hat man deshalb damit begonnen, eine Liste zu erarbeiten mit allen Straßen und Wegen, die noch völlig unbefestigt sind oder eben aus Betonplatten bestehen. Bürgermeister Axel Müller will bis Ende März eine Prioritätenliste vorlegen, warnt aber auch vor all zu großen Erwartungen. Es werde Jahre dauern, bis dann auch alles abgearbeitet ist.

Langes Warten hat für Anwohner auch Vorteil

Ganz weit oben auf der Liste dürfte wohl die Heinrich-Heine-Straße stehen, weil an dieser Betonplatten-Straße die meisten Leute wohnen. Man werde sich allerdings auch anschauen, welche Straßen und Wege die meisten Schäden aufweisen und bei den ständigen Flick-Arbeiten besonders teuer sind. Auch müsse geprüft werden, ob bei einem möglichen Straßenbau auch der Wasserzweckverband mit im Boot ist, weil vielleicht auch die Kanalisation erneuert werden muss. Und schließlich geht es auch um Fördermittel, die die Stadt für den Straßenbau benötigt.

Einen Vorteil hat es für die Anwohner, dass sie nun schon lange auf eine neue Straße oder einen ausgebauten Gehweg warten. Dass sie sich mit Ausbaubeiträgen an den Kosten beteiligen müssen, ist nun nicht mehr zu befürchten. Allerdings wird wohl auch die Stadt ihre Prioritätenliste erst abarbeiten, wenn das Land die wegfallenden Ausbaubeiträge auch ganz sicher ersetzt.