Zwei Jahre hat Kathrin Lange an der Erstellung der Infotafeln gearbeitet, jetzt freut sie sich über das Ergebnis.
Zwei Jahre hat Kathrin Lange an der Erstellung der Infotafeln gearbeitet, jetzt freut sie sich über das Ergebnis. Thomas Koch
Info-Tafeln

Malchin weist Touristen ganz neu den Weg

Jede Menge neue Informationen für Urlauber gibt es seit einigen Tagen in Malchin und den Ortsteilen. Siebzehn Aufsteller helfen sogar bei der Verständigung mit Einheimischen.
Malchin

Ein gelegentlicher Blick aus dem Bürofenster – der lohnt sich für Kathrin Lange immer. Schließlich erhebt sich da direkt vor ihrem Arbeitsplatz im Malchiner Rathaus das imposanteste Gebäude der Stadt: die Johannis-Kirche. Als wäre das nicht schon Freude genug, gibt es jetzt noch einen Grund mehr, den Blick hin und wieder einmal über den Marktplatz schweifen zu lassen. Seit wenigen Tagen steht da unweit der ehemaligen Sakristei ein großer Aufsteller, der immer wieder das Interesse von Passanten auf sich zieht. Was Kathrin Lange umso mehr freut, denn gut zwei Jahre lang hat sie gemeinsam mit vielen Helfern an diesem Projekt gearbeitet.

Jeder Aufsteller mit großer Radweg-Karte

Zur Verbesserung der touristischen Infrastruktur – so heißt es im Verwaltungsdeutsch – hat die Stadt vor drei Jahren Fördermittel für den Bau des Spielplatzes am Wall und für die Erstellung von touristischen Informationstafeln erhalten. Der Aufsteller am Markt ist einer davon.

Siebzehn Tafeln sind es insgesamt, die im Gemeindebereich der Stadt Malchin vor allem für Urlauber einen Mehrwert liefern sollen. In Malchin gibt es gleich mehrere Standorte, weitere Tafeln stehen unter anderem in den Ortsteilen Salem, Neu Panstorf, Remplin und Gorschendorf. Zu jedem Aufsteller gehört eine große Fahrradkarte, die Radler von Stavenhagen bis Teterow, von Demmin bis Faulenrost auf sicheren Wegen durch die Mecklenburgische Schweiz lotst. Und weil Urlauber die Region nicht nur durchradeln, sondern hier auch verweilen, Geld ausgeben und eine Menge erleben sollen, gibt’s auf den Tafeln auch diverse Tipps und Hinweise zu den touristischen und gastronomischen Angeboten hierzulande.

Neben Informationen auch eine Prise Humor

Bei der Gestaltung der Aufsteller sei Kathrin Lange selbst ein wenig überrascht davon gewesen, was man in der Mecklenburgischen Schweiz doch so alles unternehmen und sich anschauen kann. Damit es für die Urlauber dann auch klappt mit der Verständigung mit den Einheimischen, gibt es auf einer Tafel ganz praktische Hinweise, wie man Dinge aus dem täglichen Gebrauch im Land der Plattdeutschen nennt: Das Handy ist nicht etwa ein Handy, sondern ein „Ackerschnacker“, das Tablet ein „Ackerwischer“. „Humor muss auch sein, auch das kommt bei den Besuchern sicher gut an“, ist Kathrin Lange überzeugt.

Am Herzen liegt es ihr, zwei Herren zu danken, die sie in den vergangenen Monaten besonders tatkräftig unterstützt haben: dem Malchiner Reinhold Lützelschwab und dem Heimatforscher Norbert Böttcher. Auch die Zusammenarbeit mit der Firma Norddesign aus Waren, die die Tafeln her- und aufgestellt hat, sei stets konstruktiv gewesen, lobt die Rathausmitarbeiterin.

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