Die Notunterkunft in der Malchiner Lindenturnhalle wird nun für die nächste Gruppe von Flüchtlingen eingerichte
Die Notunterkunft in der Malchiner Lindenturnhalle wird nun für die nächste Gruppe von Flüchtlingen eingerichtet. Torsten Bengelsdorf
Ukraine-Flüchtlinge

Malchiner Notunterkunft schon wieder leer

Die am Samstag angekommenen 60 Ukraine-Flüchtlinge haben Malchin alle bereits wieder verlassen. Die Lindenturnhalle wird jetzt für weitere Hilfesuchende vorbereitet.
Malchin

Die Flüchtlings-Notunterkunft in der Malchiner Lindenturnhalle steht wieder leer. Alle am vergangenen Wochenende mit einem Bus angekommenen Ukraine-Flüchtlinge sind mit dem Zug weiter nach Berlin gereist, in Malchin habe niemand bleiben wollen, hieß es am Dienstag aus der Stadtverwaltung. Bei den etwa 60 Flüchtlingen habe es sich um mehrere Sinti- und Roma-Familien gehandelt, die die ukrainische Staatsbürgerschaft haben.

Die Zahl der in der Ukraine lebenden Sinti und Roma wird auf bis zu 400 000 geschätzt, viele von ihnen sind jetzt auf der Flucht vor dem Krieg. Es gibt Berichte, wonach sie an den Grenzen zur Slowakei oder nach Ungarn benachteiligt werden, etwa bei Unterkunft und Verpflegung.

Unklar, wann die nächsten Flüchtlinge kommen

Die Linden-Turnhalle in Malchin wird derweil nun wieder hergerichtet, um für weitere Flüchtlinge aufnahmebereit zu sein. Wann die nächste größere Gruppe in Malchin eintrifft, ist aber noch unklar.

Der Landkreis Seenplatte hat unterdessen klargestellt, dass es von seiner Seite aus kein Verbot gegeben habe, mit den Flüchtlingen außerhalb der Notunterkunft ins Gespräch zu kommen. Auch Platzverweise für das Gelände vor der Turnhalle seien nicht auf Initiative des Landkreises ausgesprochen worden. Hier habe offenbar der beauftragte Sicherheitsdienst auf eigene Faust gehandelt.

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