GITARRISTEN GESUCHT

Malchiner Punk-Band muss zwei Abgänge verkraften

Gleich zwei Musiker haben in diesem Jahr die Malchiner Band „Mischsystem“ verlassen. Die Suche nach Ersatz ist noch nicht ganz abgeschlossen.
Das erste und letzte Konzert des Jahres hatte die Band im Januar zum Neujahrsempfang in Malchin.
Das erste und letzte Konzert des Jahres hatte die Band im Januar zum Neujahrsempfang in Malchin. Thomas Koch
Malchin.

Es kommt einem fast schon so vor wie aus einer anderen Zeit. Januar 2020, Neujahrsempfang in Malchin. Dafür hatte sich Bürgermeister Axel Müller seinerzeit eine ganz besondere musikalische Einlage einfallen lassen. Waren es in den Vorjahren meist Chorgesänge oder klassische Klänge, die den kulturellen Part des Abends abdeckten, ging es zum Jahresanfang 2020 etwas lautstärker und vor allem etwas rockiger zu als sonst. Die Punkband „Mischsystem“ sorgte für den musikalischen Start ins neue Jahr.

Dass für die Musiker um Frontfrau Laura Rech der erste Auftritt auch gleich der letzte des Jahres sein sollte, damit hatte die Band vor neun Monaten sicher nicht gerechnet. Corona, Lockdown, alles auf null. Auch und vor allem die Kultur. „Sehr bedauerlich, denn für das Jahr hatten wir einige Konzerte auf dem Plan“, sagt Laura Rech. Mit den ersten Corona-Lockerungen konnten sich die Musiker zumindest wieder zum regelmäßigen Proben treffen.

Aufgeben kommt für Musiker nicht infrage

Das unheilvolle Virus war aber nicht der einzige Rückschlag, den die Malchiner Band in diesem Jahr hinnehmen musste. Gleich zwei Gitarristen kamen „Mischsystem“ in den vergangenen Wochen abhanden. Grund dafür waren neue berufliche Herausforderungen fernab der Heimat. Ans Aufgeben haben Laura Rech und ihr verbliebener Schlagzeuger aber zu keiner Zeit gedacht. Einen neuen Gitarristen haben sie mittlerweile gefunden, ein zweiter – ein sogenannter Lead-Gitarrist – wird noch gesucht. Dafür hat die Band jetzt auch einen Aufruf in den sozialen Netzwerken gestartet.

„Wer auch immer künftig bei uns mit im Boot sein möchte, der sollte Freude an Punkrock haben, die Zeit, einmal oder zweimal in der Woche zu proben, und einfach Spaß, hin und wieder mit einer verrückten Truppe zu Konzerten unterwegs zu sein“, beschreibt die Frontfrau das „Anforderungsprofil“ an die künftige Verstärkung.

Die Corona-Zeit hat die Band aber nicht ungenutzt verstreichen lassen. In den Sommermonaten war die Band in einem Rostocker Studio und hat die ersten vier Songs für das neue Album eingespielt. Die nächsten Songs sollen dann mit neuer Besetzung aufgenommen werden. Wer Interesse hat, künftig bei und mit „Mischsystem“ in die Saiten zu greifen, der erreicht die Band über ihre Facebook-Seite.

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