Streit um Eigenheim-Bau

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Malchiner Rathaus hadert mit Polizei-Einsatz in Salem

Anwohner diskutierten am Dienstag in Salem erneut mit dem beauftragten Bauunternehmen und dem Bauherrn über die Zufahrt zu einer zweiten Häuserreihe.
Anwohner diskutierten am Dienstag in Salem erneut mit dem beauftragten Bauunternehmen und dem Bauherrn über die Zufahrt zu einer zweiten Häuserreihe.
Kirsten Gehrke

Das Verhalten der Anwohner in Salem wertet die Stadt Malchin als unrechtmäßige Baubehinderung. Von der Polizei hätte man sich am Dienstag mehr Konsequenz gewünscht.

Wie geht es nun weiter am Salemer Wiesengrund? Anwohner hatten am Dienstag die Baufirma an den Arbeiten auf der Zufahrt zum Eigenheimbau behindert. Der Bauherr hatte daraufhin entschieden, die Arbeiten erst einmal nicht fortzusetzen. Es gebe aber keinen Baustopp, stellte Malchins Bauamtsleiter Jochen Banek am Donnerstag klar. „Wir haben es hier mit einer Baubehinderung zu tun und die ist unrechtmäßig“, sagte Banek.

Im Rathaus ist man offenbar über das Verhalten der Polizei vom Dienstagnachmittag nicht ganz glücklich. Während in der vergangenen Woche die Polizei die Zwangsräumung durchgesetzt hatte, wollten die herbeigerufenen Beamten diesmal nicht eingreifen.

Die Stadt beruft sich auf ein Urteil des Amtsgerichtes Demmin, nach dem die Zufahrt zum Wiesengrund ihr Grundstück ist. In einer zweiten Häuserreihe sollen hier bis zu acht Eigenheime entstehen, was die Anwohner unbedingt verhindern wollen. Sie führen Naturschutzgründe an und wollen sich den Blick zum Kummerower See nicht verbauen lassen.