NEUER VEREINS-CHEF

Malchins Motoballer haben einen neuen Chef

Erst hatte er den Posten nur kommissarisch übernommen. Nun ist Robert Wenzlaff ganz offiziell zum neuen Vorsitzender des MSC „Kobra” gewählt. Er übernimmt den Verein in turbulenten Zeiten.
Der neue Chef der „Kobras“: Robert Wenzlaff
Der neue Chef der „Kobras“: Robert Wenzlaff Zhomas Koch
Malchins Motoballer wollen kräftig in die Hainholz-Arena investieren. Die Spielfläche soll gepflastert oder asphalti
Malchins Motoballer wollen kräftig in die Hainholz-Arena investieren. Die Spielfläche soll gepflastert oder asphaltiert werden. Torsten Bengelssorf
Malchin.

Gerissen hat er sich nicht um das Amt. Er ist leidenschaftlicher Sportler. Ein Funktionär zu sein – nein, so ganz seine Sache ist das nicht. Und doch hat Robert Wenzlaff nicht Nein gesagt, als vor wenigen Wochen die Frage an ihn heran getragen wurde, ob er nicht den Vorsitz bei den Malchiner Motoballern des MSC Kobra übernehmen will. Nach dem Rücktritt seines Vorgängers Thomas Weggen, der wegen neuer beruflicher Herausforderungen in Rostock den Chefsessel bei den „Kobras“ geräumt hatte, waren die Motoballer dringend auf der Suche nach einem Nachfolger. Robert Wenzlaff hat nur sein „Okay“ gegeben, weil sich kein anderer Kandidat fand und weil er die Befürchtung hatte, dass der Verein ohne einen Vorsitzenden schon bald den Bach herunter gehen würde. Malchin.

Nachdem er das Amt in den ersten Wochen kommissarisch führte, ist er von den Mitgliedern des Vereins auf der Jahreshauptversammlung jetzt ganz offiziell zur obersten „Kobra“ gewählt worden. Wenzlaff gehört dem Verein seit der Wiederbelebung des Motoball-Sports im Jahr 2009 an. Seitdem ist der leidenschaftliche Motorradfahrer auch Mitglied der ersten Männermannschaft. Das will er auch in Zukunft bleiben. Mit seiner neuen Aufgabe kommt jetzt aber jede Menge Arbeit und deutlich mehr Verantwortung auf ihn zu.

Wochenlange Diskussion

Wenzlaff übernimmt den Verein in durchaus stürmischen Zeiten. Wochenlang währte die Diskussion um die Zukunft des Motoball-Sports in Malchin. Die Geister schieden sich an der Frage, wer denn künftig der Hauptpächter der Wald-Arena sein wird. Derzeit ist es Toni Hassemer. Die „Kobras“ wollen den Vertrag übernehmen, weil sie dann Fördermittel für dringende Investitionen in der Hainholz-Arena einwerben können. Mittlerweile haben sich Toni Hassemer, die Stadt als Eigentümerin der Fläche und der Verein geeinigt. Bringen die „Kobras“ die Finanzierung der geplanten Investitionen auf die Reihe, können sie fortan auch Hauptpächter der Wald-Arena werden.

Und genau da beginnt die Arbeit für Robert Wenzlaff und seine Vorstandskollegen. In der Arena sind Investitionen von mehreren hunderttausend Euro nötig. Die Spielfläche soll gepflastert oder asphaltiert, ein neues Vereinsgebäude mit Versammlungsraum, sanitären Anlagen und Umkleideräumen gebaut werden. Beim Landkreis laufe derzeit die Bauvoranfrage für das Projekt, sagt der neue Vereinschef, der darauf hofft, dieses Vorhaben zum größten Teil mit einer finanziellen Zuwendung des ADAC bestreiten zu können.

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