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Netzwerk und Schlösserherbst

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Mecklenburgische Schweiz will mit ihrem Schlösser-Schatz glänzen

Tourismuskoodinatorin Angelika Groh diskutierte mit Betreibern von Gutshäusern und Schlössern sowie Interessierten, wie in der Mecklenburgischen Schweiz der Schlösserherbst wiederbelebt werden kann. 
Tourismuskoodinatorin Angelika Groh diskutierte mit Betreibern von Gutshäusern und Schlössern sowie Interessierten, wie in der Mecklenburgischen Schweiz der Schlösserherbst wiederbelebt werden kann.
Kirsten Gehrke

Die Region ist geprägt von ihren vielen Guts- und Herrenhäusern. Diese sollen jetzt gemeinsam bekannter gemacht werden – mit einem neuen Netzwerk.

Betreiber von zunächst zehn Guts- und Herrenhäusern und Schlossanlagen der Mecklenburgischen Schweiz wollen ein Netzwerk gründen und gemeinsame Wege gehen. Das war das Ergebnis eines ersten Treffens in Kummerow mit Angelika Groh, Tourismuskoordinatorin Kummerower und Malchiner See. „Wir wollen versuchen, diese außergewöhnlichen Häuser wieder mehr ins Licht der Aufmerksamkeit zu rücken und Angebote zu schaffen, die Gutshäuser bekannter zu machen“, so Groh.

Die Region habe touristisch mehr zu bieten als nur Natur. Jedes Haus habe seine eigene, einmalige und spannende Geschichte. Die Menschen seien daran interessiert, das hätten Neueröffnungen immer wieder gezeigt. „Dann kommen Einheimische, die hier mal gewohnt haben, und erzählen Geschichten.“ Das sei Potenzial, das vernachlässigt worden sei. Deshalb wolle man nun etwas gemeinsam machen, um neue Gäste auch aus dem eigenen Bundesland anzusprechen.

Enorm viele Gutsdörfer in MV

Zusammen sollen Ideen entwickelt werden, wie sich das Netzwerk gegenseitig unterstützen kann. „Stärke besteht in guten Regionen“, meinte Robert Uhde vom Herrenhaus Vogelsang und stellvertretender Vorsitzender des Schlösservereins MV. 80 Prozent der Orte in Mecklenburg-Vorpommern seien Gutsdörfer. Das sei ein Potenzial, dass es so woanders nicht gebe und sich entwickeln lasse. „Die Häuser waren immer kulturelles Zentrum“, so Uhde. Mit dem Netzwerk werde jetzt ein Weg gegangen, um diese wieder bekannter zu machen.

Vogelsang, Bristow, Pohnstorf, Wasserburg Liepen, Sommersdorf, Kummerow, Lelkendorf, Wolkwitz, Niendorf und Dargun wollen hier bisher mitmachen. Zwar konnten sich diese in Kummerow noch nicht auf einen Namen für das Netzwerk einigen, aber starten wollen sie trotzdem. Im Oktober wollen sie den „Schlösserherbst“ wiederbeleben. Der war unter dem Tourismusverband des Landes vor fünf Jahren eingeschlafen und soll nun wieder in der Region Saison verlängernd stattfinden.

Vom 12. bis 28. Oktober laden die Häuser ein. Auf Kulinarischem liegt der Schwerpunkt, aber auch kulturelle Veranstaltungen sind dabei. Im Detail sollen jetzt alle Termine und Aktionen der Tourismuskoordinatorin gemeldet werden. Dann soll ein Flyer erstellt werden, denn nur Online-Werbung lehnten die Akteure ab. Am 27. September soll das nächste Treffen in Pohnstorf stattfinden, dann soll ein Name für das Netzwerk diskutiert werden.