An der Trauerhalle in Küsserow wurden Dachrinne und Fallrohre gestohlen.
An der Trauerhalle in Küsserow wurden Dachrinne und Fallrohre gestohlen. Steffen Bargholz
Auch an städtischen Gebäuden vor dem Friedhofsgelände in Teterow haben Unbekannte Fallrohre abmontiert.
Auch an städtischen Gebäuden vor dem Friedhofsgelände in Teterow haben Unbekannte Fallrohre abmontiert. Nadine Schuldt
Dachrinnen geklaut

Metalldiebe vergreifen sich selbst an Friedhofsgebäuden

Manche Kriminelle schrecken aber auch vor gar nichts zurück. In und bei Teterow haben bislang unbekannte Täter jetzt sogar an Friedhöfen zugeschlagen.
Teterow

Steffen Bargholz ist verärgert. Unbekannte haben vor etwa zwei Wochen die Zink-Dachrinnen von der Trauerhalle in Küsserow abmontiert. „Es wird immer pietätloser“, sagt der Bürgermeister der Gemeinde Lelkendorf, von der Küsserow ein Ortsteil ist. Er informierte über den Vorfall bei der jüngsten Gemeindevertretersitzung.

Etliche Meter Rohr und Rinne geklaut

Der Vorfall wurde der Polizei gemeldet, so Bargholz. Wie eine Polizeisprecherin konkretisierte, hätten Unbekannte zwei etwa drei Meter lange Fallrohre sowie eine acht Meter lange Dachrinne gestohlen. Als Tatzeitraum gelten die Tage 28. April bis 1.  Mai. Fast in der gleichen Zeit, nämlich vom 29.  April bis zum 2.  Mai, seien auch auf dem Teterower Friedhof zwei verzinkte Fallrohre mit einer Gesamtlänge von 17 Metern am dortigen Verwaltungsgebäude gestohlen worden. „Diebstähle von Dachrinnen registrieren wir immer mal wieder, doch es ist bisher kein Massenphänomen“, sagt Polizeisprecherin Kristin Hartfil mit Blick auf den in letzter Zeit verstärkten Rohstoff- und Materialmangel in einigen Bereichen.

Gemeinde bleibt auf Reparaturkosten sitzen

Wie es von Teterow Bürgermeister Andreas Lange heißt, sei ein Schaden in Höhe von 1200 Euro aufgenommen worden. Dieser werde von der Versicherung reguliert und die Fallrohre erneuert. Die Gemeinde Lelkendorf hat nicht so viel Glück. „Die Gebäudeversicherung für die Trauerhalle schließt keinen Diebstahl mit ein“, bedauert Steffen Bargholz. Deshalb bleibe die Gemeinde auf den Kosten sitzen. Er schätzt, dass für die Erneuerung etwa 1000 Euro anfallen werden. „Der am Gebäude angerichtete Schaden ist um ein Vielfaches höher als der Erlös, den die Unbekannten womöglich bei einem Wertstoffhändler für die Zink-Dachrinnen erhalten könnten“, bringt Steffen Bargholz seine Enttäuschung zum Ausdruck.

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