Expansion
Biotechnologie-Unternehmen will 20 Millionen in Teterow investieren

Die Miltenyi Biotec GmbH will ihren Standort im Teterower Gewerbegebiet weiter ausbauen. 
Die Miltenyi Biotec GmbH will ihren Standort im Teterower Gewerbegebiet weiter ausbauen.
Simone Pagenkopf

Im zweistelligen Millionenbereich will die Miltenyi Biotec GmbH in Teterow investieren. Es soll im Gewerbegebiet Bocksbergweg noch einiges gebaut werden.

Die Miltenyi Biotec GmbH ist bei der geplanten Investition von rund 20 Millionen Euro im Gewerbegebiet Bocksbergweg einen Schritt weiter. Die Teterower Stadtvertreter gaben auf ihrer letzten Sitzung in diesem Jahr grünes Licht für die Aufstellung eines entsprechenden Bebauungsplanes.

Im vergangenen Jahr hatte das Unternehmen das benachbarte Technikum-Gebäude gekauft. Jetzt werden Pläne für eine Erweiterung der Betriebsstätte bis ran zur Bundesstraße geschmiedet. Mit dem Stadtvertreter-Beschluss werden erst einmal die Voraussetzungen geschaffen, um auf dem Areal überhaupt agieren zu können.

Gelände würde ins Schutzgebiet reichen

Vorgesehen ist unter anderem, auf der Wiese zur B108 einzelne Gebäude zu errichten. Zuerst aber möchte das Unternehmen die verkehrstechnische Erschließung für den gesamten Betriebsbereich sichern und eine Umfahrung bauen. Die soll nicht nur hinter dem bisherigen Firmengebäude, sondern auch hinter dem einstigen Technikum entlang führen.

Und genau da gibt es noch einen Knackpunkt, verhehlt Planer Uwe Czierlinski nicht. Der vorhandene Platz hinter dem einstigen Biomedizin-Technikum Richtung Schwarzer See reicht nicht ganz, sodass man mit der geplanten Umfahrung ein Stück weit im angrenzenden Schutzgebiet landet. Es gehe hier um 600 Quadratmeter, die den Böschungsbereich berühren. „Wir hoffen, dass wir das hinkriegen“, so Uwe Czierlinski. Deshalb sollen frühzeitig die entsprechenden Behörden in die Planung einbezogen werden. Insgesamt sollen im Zuge der Unternehmenserweiterung 1,2 Hektar beplant werden.

Was die jetzt geplanten Investitionen im zweistelligen Millionenbereich betrifft, gebe es für das Gesamtprojekt allerdings noch keinen zeitlichen Rahmen, so Czierlinski. Mit dem einstigen Biomedizin-Technikum schafft sich Miltenyi schon mal eine weitere Produktionsstätte. Auf dem Areal, das neu bebaut werden soll, stehen dann erst einmal gewaltige Erdarbeiten an. „Wir haben zehn Meter Höhenunterschied in dem Gelände“, sagt der Planer.