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Mobilfunker senden frohe Botschaft

In Gielow herrscht unfreiwillige Funkstille. Denn mit dem Handy hat man hier kaum Empfang.
In Gielow herrscht unfreiwillige Funkstille. Denn mit dem Handy hat man hier kaum Empfang.
Kirsten Gehrke

Ihre Hilferufe drangen selbst bis in den Bundestag. Die Funkstille könnte in einem Jahr für die Gielower vorbei sein. Doch erst musste sich die Politik einschalten.

Es gibt Hoffnung für Gielow, wenn auch weiterhin Geduld nötig sein wird: Bis Sommer 2017 will der Mobilfunkanbieter Vodafone das Dorf aus dem Funkloch herausholen. Offenbar hatte ein Schreiben der CDU-Politiker Eckhardt Rehberg (Bundestag) und Marc Reinhardt (Landtag) an die Chefetage der Mobilfunker Erfolg. „Vodafone wäre bereit, den Standort Gielow früher als geplant, also bis Sommer 2017, in Betrieb zu nehmen“, teilten die beiden Abgeordneten jetzt mit.

Rehberg und Reinhardt hatten sich nach Bitten vieler Einwohner an den Vorstandsvorsitzenden von Vodafone gewandt. Das Unternehmen erwarte jetzt eine Unterstützung der Verwaltung und möglichst zügige Genehmigungen. „Wir sind davon überzeugt, dass die Gemeinde Gielow und alle Beteiligten dazu schon längst bereit sind“, heißt es von den beiden Abgeordneten. Nach dem Schreiben von Vodafone hätten sie jetzt große Hoffnung, dass Bewegung in die Sache kommt.

Teile des Dorfes ohne Handyempfang

Die Gemeinde Gielow kämpft seit Jahren für eine bessere Mobilfunk-Verbindung. In weiten Teilen des Dorfes gibt es überhaupt keinen Handy-Empfang. Eine Chance hat hier nur, wer ins Obergeschoss von Gebäuden und dann möglichst dicht am Fenster versucht zu telefonieren.

Die Gemeinde hatte im vergangenen Jahr einen Vertrag mit dem Mobilfunkanbieter zum Bau eines Funkmastes abgeschlossen. Das war es dann aber schon. Seitdem herrschte Funkstille. Im Frühjahr hatte ein Unternehmenssprecher auf Anfrage des Nordkurier erklärt, dass der Anbieter mit dem Vertrag keine Verpflichtung eingegangen sei sowie keine Zusage getroffen habe, wann der Mast aufgestellt wird. Das sorgte noch einmal richtig für Unruhe im Dorf. Gielow stehe nicht ganz oben auf der Prioritätenliste. Es sei daher eher unwahrscheinlich, dass der Ort noch dieses Jahr versorgt wird, hieß es noch im Mai.