„Tötet Kelm“ war auf der Rückseite des Plakates in der Malchiner Poststraße zu lesen. Gemeint ist
„Tötet Kelm“ war auf der Rückseite des Plakates in der Malchiner Poststraße zu lesen. Gemeint ist wohl der Chef der Malchiner AfD-Fraktion Engelhardt Kelm. privat/ZVG
Polizei

Mord-Drohungen gegen Malchiner AfD-Mann – Kripo ermittelt

Der Schriftzug auf einem Plakat in der Poststraße hatte am vergangenen Wochenende für Aufregung gesorgt. Wer hinter der Tat steckt, ist weiter unklar.
Malchin

Mit der Aufschrift „Tötet Kelm“, die auf einem Plakat an der Malchiner Poststraße aufgetaucht war, befasst sich jetzt die Kriminalpolizei. Engelhardt Kelm ist in Malchin Fraktionsvorsitzender der AfD in der Stadtvertretung. Er habe demnächst einen Termin bei den Beamten zu dem Vorfall, so Kelm am Freitag.

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Droh-Plakat bislang ein Einzelfall

„Mich haben viele Personen angesprochen und mir gesagt, dass sie nicht verstehen, dass ausgerechnet ich Ziel einer solchen Drohung geworden bin“, erklärte Kelm, der die Aufschrift als klare Morddrohung versteht. Angst habe er deshalb nun nicht. Auch seien keine weiteren derartigen Schriftzüge aufgetaucht.

AfD zieht Vergleich zur NS-Zeit

Der AfD-Kreisverband der Seenplatte hat den Mordaufruf unterdessen scharf verurteilt. Er erinnere an dunkelste Zeiten in Deutschland und sei an Ungeheuerlichkeit kaum zu überbieten.

„Wir fordern die Justiz daher auf, diese Straftat vollumfänglich aufzuklären und zu ahnden, Gewalt und Aufforderungen zu Gewalt gegen Politiker, egal welcher politischen Richtung sie angehören, dürfen in unserer Gesellschaft keine Akzeptanz finden“, heißt es in der Erklärung des Kreisverbandes.

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