Am Pfingstsonntag gewann er den Hechtjungen- sowie den Speed-Cross-Pokal.
Am Pfingstsonntag gewann er den Hechtjungen- sowie den Speed-Cross-Pokal. Peter Krüger
„Es war einfach nur geil“: Peter Haase auf der Bergringbahn.
„Es war einfach nur geil“: Kai Haase auf der Bergringbahn. Peter Krüger
„Es war einfach nur geil“: Peter Haase auf der Bergringbahn.
„Es war einfach nur geil“: Peter Haase auf der Bergringbahn. Peter Krüger
Bei seiner Bergring-Premiere war die Kamera immer dabei. Bald kommt das Video auf YouTube.
Bei seiner Bergring-Premiere war die Kamera immer dabei. Bald kommt das Video auf YouTube. Peter Krüger
„Es war eine super Erfahrung für mich, extrem geil und auch die Fans waren echt krass hier“, schwärmte H
„Es war eine super Erfahrung für mich, extrem geil und auch die Fans waren echt krass hier“, schwärmte Haase über sein Bergring-Debüt. Peter Krüger
Kai Haase

Motocross-Influencer rockt den Bergring

Motorsportler Kai Haase zog als Freestyle-Motocrosser um die Welt. Als Corona kam, stellte er sich neuen Herausforderungen. Eine davon war nun das Bergringrennen.
Teterow

„Es war einfach nur geil“, sagt Kai Haase kurz und knapp. Was Haase so geil fand, war sein Tag auf dem Teterower Bergring – mit allem, was dazu gehört. Die Rennen, welche er mit seiner Motocross-Maschine als Sieger beendete. Die Fans an der Strecke, die ihm frenetisch zujubelten. Und generell das ganze Drumherum.

Es hat einfach gepasst zwischen Kai Haase und dem Bergring. Eine Challenge, hinter der der 30-Jährige nun einen Haken machen kann. Haase ist so etwas wie ein Star in der Motorsportbranche, der sich seit einiger Zeit auch im Internet einen Namen macht. Seinen Followern gewährt der Berliner in Video-Beiträgen einen Einblick in sein Leben als Motorsport-Profi. Und dort ist bislang schon allerhand passiert.

Schon als Kind ein Herz für Motoren

Groß geworden in einer Motorsport-Familie hatte Haase schon als kleines Kind sein Herz an das Knattern der Motoren verloren. Über das normale Motocross ging es 2008 hin zum Freestyle-Motocross – seit 2013 lebt er sogar als Profi davon. Im vergangenen Januar erfüllte er sich seinen größten Traum von der Teilnahme am Supercross in Amerika. Vor knapp drei Jahren feierte Haase zudem eine Weltpremiere, als er einen sogenannten Frontflip Bonk (einen Vorwärtssalto) stand. Doch dann kam ein Virus namens Corona und zog auch Haase in den sportlichen Sumpf. Freestyle-Events fanden genauso wenig statt wie ein erhofftes normales Leben.

Es herrschte Ebbe im sonst so aufregenden Leben von Motorsportler Kai Haase. Das brachte den Berliner auf ganz neue Ideen. „Ich hatte nun die Zeit, überall mal reinzuriechen und immer mal was Neues auszuprobieren“, so Haase.

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Mit der Rennmaschine beim „Supertalent”

Er machte sich auf zu neuen Ufern. Als „Prakti-Kai“ (im Format eines Praktikums mit Unterstützung eines Sponsors) versuchte sich Kai Haase ein Jahr lang auf verschiedenen Motorsportebenen. Hard Enduro, Speedway, Supermoto und Co. „Eine coole Zeit“, so der Hauptstädter, der mit seiner Rennmaschine 2013 sogar beim Fernsehformat „Das Supertalent“ teilnahm.

Doch wie kam Haase eigentlich auf die Idee, auf dem Bergring zu starten? „Wenn man Motorsportler ist, dann ist das Bergringrennen ja irgendwie allen ein Begriff“, so Haase, „nun war es einfach mal an der Zeit, selbst dort zu starten.“ Tipps erhielt er von Bekannten, die ihn von seinem ursprünglichen Vorhaben abrieten, mit einem „Bergringmotorrad“, wie er sagt, an den Start zu gehen.

„Sie meinten, die Strecke sei zu schnell und zu gefährlich, ich solle erst mal nur mit meiner Cross-Maschine mitmachen“, so Haase. Das tat er dann auch – und wie. Er gewann alle seine Rennen und am Ende sogar den Hechtjungen- sowie den Speed-Cross-Pokal. „Überragend“, so der Zweifach-Gewinner, der sich beim ersten Training auf der Teterower Grasbahn erst mal mit der Strecke vertraut machen musste. „Es gab zwei Theorien: Entweder, ich lasse alle vorfahren und erkunde die Strecke für mich alleine oder ich hänge mich an die Fersen eines Fahrers, der schon mal auf dem Bergring gefahren ist.“

Er entschied sich für Letzteres und fuhr im Windschatten des Schweriners Dino Skoppek. Im Rennen selbst lieferten sich beide später herausragende Duelle.

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Bald kommt sein YouTube-Video

„Es war eine super Erfahrung für mich, extrem geil und auch die Fans waren echt krass hier“, schwärmte Haase über sein Bergring-Debüt. Gibt es also eine Wiederholung? „Das wurde ich mittlerweile schon oft gefragt. Ich bin ja immer bestrebt, etwas Neues zu erleben. Aber mal sehen, vielleicht komme ich ja hierher zurück. Das Rennen auf einem Bergringmotorrad könnte ich mir jedenfalls noch ganz gut vorstellen.“

Nun aber wird vorerst ein Haken hinter der ersten Teilnahme gemacht, obwohl das Rennen an sich noch für ein wenig Arbeit sorgen wird. Denn auch in Teterow wurde Haase auf Schritt und Tritt von einem Kameramann begleitet, ein Videofilm dazu wird in den kommenden Tagen auf dem Youtube-Kanal von Kai Haase erscheinen.

Dort können seine Follower und natürlich auch alle anderen dann sehen, wie sich der 30-Jährige beim Teterower Jubiläumsrennen, dem immerhin schon Hundertsten, geschlagen hat. Heute geht es aber bereits weiter nach Wien – eine Freestyle-Veranstaltung steht auf dem Plan.

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