Die Überraschung ist gelungen: Zu Hause hat Pia die Tenniskluft gleich anprobiert und ist happy. Mit ihr freuen sich Brud
Die Überraschung ist gelungen: Zu Hause hat Pia die Tenniskluft gleich anprobiert und ist happy. Mit ihr freuen sich Bruder Janosch und Mama Mandy. privat
Marina Päper (links) und Arite Rosich von der Tennisabteilung des TSV Malchin übergaben an Susanne Conrath (Mitte) T
Marina Päper (links) und Arite Rosich von der Tennisabteilung des TSV Malchin übergaben an Susanne Conrath (Mitte) Tenniskluft, Pokal und weitere Geschenke für Pia aus Teterow. Die Sportler wollen dem krebskranken Mädchen Mut machen. Kirsten Gehrke
Tapfere Teterowerin

MRT-Befund bringt große Hoffnung für krebskranke Pia (7)

Im Kampf gegen den Krebs hat die 7-jährige Pia einen großen Schritt gemacht. Und weiterhin gibt es Menschen, die der tapferen Teterowerin Mut machen.
Teterow

Die Erleichterung war in Mandys Stimme zu hören. Über einen Anruf hat sich die Mutter der krebskranken Pia aus Teterow lange nicht mehr so gefreut, wie über diesen. Nach dem viel entscheidenden MRT (Magnetresonanztomographie) am Freitag in der Uniklinik Rostock erreichte die Familie jetzt eine gute Nachricht. Der Tumor im Körper der Siebenjährigen löst sich offenbar auf. Das gibt Hoffnung und könnte der Wendepunkt sein. „Wir sind guter Dinge“, sagte Mandy.

Stammzellentherapie hat angeschlagen

Im Februar vergangenen Jahres war bei ihrer Tochter ein Neuroblastom entdeckt worden. Seitdem kämpft diese tapfer gegen den Krebs an und hat mit ihrem Schicksal viele Menschen in der Region berührt. Ende des Jahres waren Pia zuletzt in Greifswald ihre eigenen Stammzellen transplantiert worden.

Die Stammzellentherapie hat angeschlagen. Doch das Gehör des Mädchens bleibt ir­re­pa­ra­bel geschädigt. Pia muss weiter tapfer bleiben. Weitere Behandlungen stehen an. „Im Moment geht es ihr gut“, sagte Mandy. Das heiße aber nicht, dass sie jetzt springt und singt, toben kann. Sie verbringe viel Zeit im Bett, bestimme den Tagesablauf. Seit Weihnachten ist Pia wieder zu Hause, die Zeit seitdem habe die Familie ruhig verbracht.

Malchiner Tennisspieler bereiten Pia eine tolle Überraschung

Aufmunterung kam diese Woche aus Malchin. Die Tennisspieler des TSV hatten für die Siebenjährige eine kleine Überraschung vorbereitet. Gern hätten die Sportler Pia persönlich kennengelernt, doch das Mädchen und seine Mutter mussten die Einladung in die Turnhalle an der Grundschule Malchin ganz kurzfristig absagen, weil Pias Vater unerwartet ins Krankenhaus gekommen war und sich alle um ihn gesorgt hatten. So nahm Susanne Conrath, eine gute Freundin der Familie, die vorbereiteten Geschenke entgegen, die von den Trainerinnen Marina Päper und Arite Rosich hübsch aufgebaut worden waren – eine Tenniskluft mit schwarz-weißem Trikot, weißem Röckchen und Höschen, ein Flamingo-Häkel-Set, Stifte zum Malen und Süßes. Marina Päper schenkte einen Pokal von 1996, den sie als Spielerin bei den Clubmeisterschaften des Altkreises Demmin in der Hansestadt gewonnen hatte. Zudem haben Vereinsmitglieder privat Geld gespendet.

Das alles soll ihr Mut machen. Wenn die Tennisspieler im Sommer draußen trainieren, soll das Treffen mit Pia nachgeholt werden. „Wir werden sie wieder zu uns einladen“, sagte Päper, die bis zu 15 Kinder und Jugendliche trainiert.

Auch Leserhilfswerk des Nordkurier unterstützt Familie

Unterdessen unterstützt auch das Leserhilfswerk des Nordkurier und übergab eine Spende an die Familie. Das Geld soll unter anderem für die Fahrt nach Essen zur Strahlentherapie und auch für Lebensmittel verwendet werden, die Pia essen darf. „Wir haben uns sehr über die Spende gefreut“, sagte Mutter Mandy. Das sei eine große Hilfe. Sie seien sehr dankbar dafür.

Doch bevor die Familie nach Essen aufbricht, muss Pia als Vorbereitung auf die mehrwöchige Behandlung eine weitere Untersuchung über sich ergehen lassen. Das heißt, ein Krankenhausaufenthalt außer der Reihe, und das habe ein wenig Pias Stimmung getrübt. Doch davon hänge ab, wann es ins Ruhrgebiet geht. Geplant ist Februar. Zuvor werde in Rostock eine Szintigraphie bei Pia gemacht, das sei ein nuklearmedizinisches Verfahren zur Darstellung von Körpergewebe. „Jetzt hoffen wir und warten ab, dass Papa nach Hause darf.“ Denn nach Essen soll die ganze Familie reisen und Pia beistehen.

zur Homepage