TETEROW TAFEL FREUT SICH ÜBER SPENDEN

Nach dem Fest ist vor dem Sattessen

Die Zeit von Stollen und Weihnachtsmännern ist vorbei – Supermärkte machen Inventur und sortieren aus. Davon profitieren die Bedürftigen in Teterow und Umland, die Tafel wartet jetzt mit vielen verschiedenen Waren auf.
Das Team der Teterower Tafel: Marion Westen, Manja Landorf, Brigitte Stübe und Jürgen Pfau (von links). Sie sortieren vor der Ausgabe die Waren, damit es dann schneller geht.
Das Team der Teterower Tafel: Marion Westen, Manja Landorf, Brigitte Stübe und Jürgen Pfau (von links). Sie sortieren vor der Ausgabe die Waren, damit es dann schneller geht. Caroline Schiko
Teterow.

Plastekisten voll mit Obst und Gemüse, Brot und Brötchen. Paletten voll mit Weihnachtsmännern, Stollen, Chips und anderem Naschwerk. Hier und da noch ein Eimer mit Blumensträußen. Auch Wurst und Käse können die Mitarbeiter der Teterower Tafel im Moment an Bedürftige verteilen. „Im Januar haben wir immer viel Ware“, sagt Brigitte Stübe. Seit nunmehr 13 Jahren arbeitet sie in der Außenstelle der Güstrower Tafel.

Dass Anfang des Jahres so viele Lebensmittel gespendet werden, liege wohl an den Inventuren in den Geschäften, meint die 62-Jährige. Zu den Unterstützern der Tafel gehören neben Lebensmittelgeschäften auch ein Drogeriemarkt, Bäckereien und private Personen aus Teterow und Umgebung. Jeden Monat kommen rund fünf Tonnen Lebensmittel zusammen – alle Waren zwar kurz vor Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums, aber immer noch unverdorben.

An drei Tagen in der Woche können Bedürftige sich in der Bahnhofstraße 13 ihre zwei Tüten mit Lebensmitteln abholen. Als bedürftig gilt, wer Hartz IV bezieht und einen Bewilligungsschein vom Jobcenter bekommt oder wenn von der Rente nach Abzug der Miete nicht genügend Geld übrig bleibt. Allein in Teterow sind ungefähr 150 Menschen bei der Tafel registriert.

Dienstags und Donnerstags fahren die Mitarbeiter übers Land und verteilen die Lebensmittel an noch mal etwa 155 Bedürftige im Teterower Umland. Auch die Kinderbetreuung und der Hort der Förderschule in Hohen Demzin gehören dazu.

„Es werden aber immer mehr Bedürftige“, sagt Brigitte Stübe. Da komme es gar nicht so auf die Jahreszeit an. Eher spüre man jeweils das Monatsende. Hintergrund: Viele erhalten zu Monatsbeginn ihre Bezüge.

Ab 10.45 können die Bedürftigen an den Ausgabetagen ihr Nummernlos ziehen und sich anschließend an der Ausgabeluke anstellen. Es gibt je eine Tüte mit Backwaren sowie eine Tüte mit Obst, Gemüse, Wurst, Käse und Süßwaren. Jeder bedürftige Erwachsene muss für die Lebensmittel einen Euro bezahlen. „Nur die Kinder sind davon ausgenommen“, sagt Brigitte Stübe.

 

 

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