Feuerwehr

Nach Kellerbrand können Mieter nicht in Wohnungen zurück

Feuerwehren rückten am späten Sonntagabend in der Teterower Schillerstraße an. Hier stand ein Keller in Flammen.
Beim Kellerbrand in der Schillerstraße waren insgesamt 66 Feuerwehrleute aus Teterow und Umgebung im Einsatz.
Beim Kellerbrand in der Schillerstraße waren insgesamt 66 Feuerwehrleute aus Teterow und Umgebung im Einsatz. Thomas Koch
Teterow

Die meisten Anwohner der Teterower Schillerstraße hatten sich am Sonntagabend schon zur Ruhe gebettet. Als dann aber kurz nach 22 Uhr das Martinshorn im Dauertakt ertönte und sich die ganze Straße entlang ein Feuerwehrfahrzeug an das andere reihte, war es erst einmal vorbei mit der Schlafenszeit. Kellerbrand in der Schillerstraße 17 – so lautete die Alarmierung für die Teterower Kameraden. Und weil ein Wohnblock mit vier Geschossen betroffen war, rückten nach und nach auch die Wehren aus Groß Wüstenfelde, Thürkow und Groß Wokern am Einsatzort an. Was da am späten Abend genau in Brand geraten war, das konnte Wehrführer Mathias Saft auch am Montag noch nicht sagen. Das ergründen jetzt die Brandermittler der Polizei.

Evakuierung der Mieter verlief schwieriger als erwartet

Am Einsatzort bot sich den Teterower Brandschützern erst einmal ein ganz diffuses Bild. Das Treppenhaus war komplett verräuchert, aus mehreren Wohnungen versuchten Leute über den Flur ins Freie zu gelangen. Einigen gelang das auch. Allerdings hatten die sich bei ihrer Flucht schon eine Rauchvergiftung zugezogen, so dass sie gleich vor Ort von Sanitätern des Deutschen Roten Kreuzes behandelt werden mussten. Ernsthaft verletzt wurde aber niemand. Insgesamt zehn Personen konnten die Feuerwehrleute mit einer so genannten Fluchthaube aus ihren Wohnungen evakuieren. „In so einem Fall ist es ratsam Fenster und Türen zu schließen und darauf zu warten, dass die Feuerwehr die Leute aus ihren Wohnungen holt. Wie gefährlich es ist, nur ganz kurze Zeit den Rauch einzuatmen, haben einige Mieter am Sonntag leider schmerzlich erfahren müssen“, bedauert Mathias Saft.

Notquartiere müssen gefunden werden

Für den Fall der Fälle war auch das Drehleiterfahrzeug vor Ort. Für die Evakuierung kam es aber nicht zum Einsatz. Nicht nur die Mieter des Aufgangs Nummer 17, sondern auch der Nummer 18 mussten am Sonntag vorsorglich ihre Wohnungen räumen. Während letztere nach dem Einsatz wieder zurück konnten in ihre eigenen vier Wände, war das für die Mieter des Brand-Aufgangs nicht möglich. Für alle betroffenen 29 Personen mussten Notquartiere gefunden werden. Noch vom Einsatzort aus organisierte Bürgermeister Andreas Lange für mehrere Betroffene eine Notbleibe in der Teterower Jugendherberge. Andere Mieter kamen erst einmal bei Freunden und Bekannten unter.

Leitungen sind stark beschädigt worden

An eine schnelle Rückkehr in die Wohnungen ist vorerst nicht zu denken. „Wasser-, Abwasser- und Elektroleitungen sind stark beschädigt worden“, erklärt der Aufsichtsratsvorsitzende der Teterower Wohnungsgesellschaft Uwe Rethmeyer. Schon am Montag sind die ersten Handwerksfirmen in der Schillerstraße angerückt, um die Leitungen wieder in Ordnung zu bringen.

Wie es zum Kellerbrand kommen konnte, damit waren am Montag Ermittler der Polizei beschäftigt. Nach ersten Erkenntnissen gehe man von Brandstiftung aus, teilte die Polizei am Montagabend mit. Genaueres stehe aber noch nicht fest. Die Polizei bittet nun die Hausbewohner und auch die Anwohner um Mithilfe und fragt: Wer hat etwas beobachtet oder gehört. Gab es im Vorfeld Auffälligkeiten bzw. erzählt jemand von dem Feuer?

Eine genaue Schadenshöhe könne noch nicht beziffert werden. „Dazu müssen die Firmen jetzt erst einmal genau feststellen, was alles in Mitleidenschaft gezogen wurde“, erklärte Uwe Rethmeyer. Für die Feuerwehren war der Einsatz am Montag um 0.45 Uhr beendet.

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