Thünenstraße in Teterow
Erst B104-Umleitung – dann Baustelle

Der Asphalt in der von-Thünen-Straße ist ein Flickenteppich, die Ränder bröckeln. Das soll sich im kommenden Jahr mit der Sanierung deutlich ändern. 
Der Asphalt in der von-Thünen-Straße ist ein Flickenteppich, die Ränder bröckeln. Das soll sich im kommenden Jahr mit der Sanierung deutlich ändern.
Eberhard Rogmann

Die Bewohner der von-Thünen-Straße in Teterow bleiben im Stress. Nach der B104-Umleitung ist die Verkehrsbelastung Geschichte. Die Straße aber auch.

Ein schweres Jahr liegt hinter den Bewohnern der von-Thünen-Straße in Teterow. Sieben Monate lang rollte der Fahrzeugstrom in der Ortsdurchfahrt der B 104 durch ihre Straße. Der Grund umfangreiche Bauarbeiten in der Bahnhofstraße. Anfang Dezember wurde die alte Strecke wieder geöffnet.

Das neue Jahr jedoch wird den Bewohnern erneut Ungemach bescheren. Ihre Straße wird sich in eine Baustelle verwandeln. Das war lange angekündigt – wann genau, steht aber noch nicht fest. Dass nach der außergewöhnlich starken Belastung der vergangenen Monate die Fahrbahn erneuerungsbedürftig sein würde, war absehbar. Zumal ihr Zustand der Stadtverwaltung schon seit Jahren Sorgen macht. Die Asphaltdecke ist nur schwach und nach jedem härteren Winter gähnen Löcher darin. Eine Grundsanierung ist nötig.

Geld ist im Haushalt eingeplant

Damit soll gleich eine zweite Baumaßnahme verbunden werden – die Erneuerung der Kanalisation. Dieser Straßenzug ist der letzte, der Regen- und Schmutzwasser noch in einer Mischröhre ableitet. Diese wird ersetzt durch getrennte Kanäle, wie in der Stadt generell üblich.

Angesichts des Umfangs dieser Arbeiten ist absehbar, dass die Straße über Monate zur Baustelle wird. Die Gesamtinvestition ist mit 457.000 Euro veranschlagt. Davon entfallen 97.000 Euro auf den Zweckverband Wasser/Abwasser Mecklenburgische Schweiz. Dieses Geld ist in dem Anfang Dezember beschlossenen Wirtschaftsplan vorgesehen. Der städtische Haushalt hat 276.000 Euro eingeplant.

Und was passiert mit den Straßenausbaubeioträgen?

Ein heißes Eisen könnte in diesem Fall die Erhebung von Straßenausbaubeiträgen werden. Das ist für eine kommunale Straße bislang üblich. In der Kalkulation werden die Anlieger mit 60 000 Euro für die Straßenerneuerung zur Kasse gebeten. Allerdings hatte die Regierung angekündigt, diese Abgabe zu kippen.

Da fragt sich mancher, ob man angesichts dieser Umstände die Maßnahme nicht lieber ein Jahr aufschieben sollte? Für Bürgermeister Andreas Lange ist das keine Option. Zum einen seien die Gelder verplant. Auf der anderen Seite gebe es nur eine Ankündigung der Regierungsparteien. Von einer gesetzlichen Regelung sei man noch weit entfernt, argumentiert er. Man werde um Übergangsfristen nicht herumkommen, denn auch die Kommunen brauchten Planungssicherheit. Er geht davon aus, dass diese Maßnahme in der üblichen Verfahrensweise realisiert wird.