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Nächste Woche soll die Produktion wieder beginnen

Wahrscheinlich selbst entzündet hatte sich die Aktivkohle. Die Kameraden mussten die Chargen auseinanderziehen.  FOTO: Thiel

VonSimone PagenkopfFroh ist der Geschäftsführer der Firma AdFiS, dass der Brand auf dem Betriebsgelände glimpflich abging. Er verschafft sich jetzt einen ...

VonSimone Pagenkopf

Froh ist der Geschäftsführer der Firma AdFiS, dass der Brand auf dem Betriebsgelände glimpflich abging. Er verschafft sich jetzt einen Überblick über den entstandenen Schaden.

Teterow.„Das war ein Schreck.“ Durch die Meldung auf der Internetseite unserer Zeitung habe der Produktionsleiter am Sonntag vom Brand auf dem Gelände der Firma AdFis in Teterow erfahren. Geschäftsführer Thomas Stifft eilte dann noch am Abend von Anklam aus in den Betrieb und sah, was passiert war. „Es ist sonst rund um die Uhr jemand auf dem Gelände. Aber wir haben gerade drei Wochen Produktionsstopp, in denen wir Wartungsarbeiten machen“, sagt er. Froh, dass alles „glimpflich abging“ und dass auch die beiden Männer mit Verdacht auf Rauchvergiftung das Krankenhaus wieder verlassen konnten.
25 Kameraden der Teterower Feuerwehr waren am Sonntag mehrere Stunden lang auf dem Firmengelände im Einsatz, um die glimmende Aktivkohle zu löschen (der Nordkurier berichtete). „Wir hatten hier circa 70 Tonnen gelagert, etwa die Hälfte musste abgelöscht werden. Wir müssen jetzt aber erst einmal eine Bestandsaufnahme machen“, sagt Stifft.
Die Kohle sei gerade umgestellt worden, um Platz für Bauarbeiten zu schaffen. „Wir wollen noch 4600 Quadratmeter Lagerplatz befestigen. Das soll in dieser Woche beginnen.“ Deshalb standen die Säcke mit der Aktivkohle auch so dicht zusammen, erklärt Stifft. Es handele sich um ganz unterschiedliche Produktionschargen, die zum Teil schon aus dem Februar stammen, keine Chargen, die gerade erst produziert wurden. Die kämen auch immer erst zehn Tage in einen sogenannten Alterungsbehälter, damit sei die größte Gefahr vorbei. Dennoch sei am wahrscheinlichsten, dass sich die Aktivkohle selbst entzündet habe, meint der Geschäftsführer. „Aktivkohle neigt dazu.“ Vermutlich habe der Starkregen, also Feuchtigkeit, den Prozess begünstigt.
Nächste Woche will der Betrieb die Produktion wieder aufnehmen. Lieferengpässe gebe es nicht. „Wir haben ausreichend vorproduziert.“ Und zum Glück habe auch die Produktionsstätte keinen Schaden genommen.
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