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Nicht nur viele Informationen zum Naturpark, sondern auch aktionsgeladene Schwertkämpfe wurden den Besuchern des Jubiläumsfestes am Sonnabend auf der Teterower Burgwallinsel geboten. Thomas Koch
25-jähriges Bestehen

Naturpark feiert – Burgwall-Fähre auf Hochtouren

Viele Gäste aus nah und fern zog es jetzt auf die Teterower Burgwallinsel. Der Naturpark Mecklenburgische Schweiz und Kummerower See feierte hier sein 25-jähriges Bestehen.
Teterow

Burgwall-Fährmann Ralf Tzeutschler hat am Wochenende so richtig Meter gemacht. Der Weg vom Festland hinüber auf die Insel im Teterower See ist zwar bloß 250 Meter lang, so oft wie am Sonnabend ist der Fährenkapitän die Strecke aber schon lange nicht mehr auf und ab gefahren. Dass hier so viele Gäste ein Ticket lösten, lag an dem Fest, das auf dem Areal hinter der Gaststätte „Wendenkrug“ gefeiert wurde. Auch auf dem Burgwall war es die erste große Feierlichkeit nach einer gefühlten Ewigkeit. Der Naturpark Mecklenburgische Schweiz und Kummerower See hatte zum Jubiläumsfest geladen. Ein Vierteljahrhundert gibt es den Park mittlerweile.

Fest im Schutzgebiet kein Problem

Dass die Fete ausgerechnet in einem Landschaftsschutzgebiet steigt, das sehe sie als kein Problem, meinte Naturparkleiterin Kristin Zscheile. Zum einen habe man sich die Zustimmung der Natuschutzbehörde eingeholt, andererseits sei das Fest ohnehin so angelegt, dass hier kein großer Krach veranstaltet werde. Das Einzige, was hin und wieder für einen gewissen Geräuschpegel sorgte, waren denn auch nur die aktionsgeladenen Schwertkämpfe einer Neubrandenburger Theatergruppe.

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Dass am Wochenende so viele Mitwirkende in mittelalterlichen Kostümen auf dem Festgelände anzutreffen waren, das habe einen guten Grund, erklärte Kristin Zscheile. „Es symbolisiert sozusagen die Besinnung auf alte Werte, das Leben im Einklang mit der Natur. Das ist eine der Botschaften, die wir mit unserem Jubiläumsfest vermitteln wollen“, sagt sie.

Auf 61 000 Hektar das ganze Jahr viel zu tun

Was der Naturpark in der Gegenwart für den Schutz von Landschaft und Umwelt leistet, davon konnten sich die etwa 500 Besucher an den vielen Infoständen ein Bild machen. Die Mitarbeiter des Parkes – das sind zwei in der Verwaltung und vier Ranger – haben das ganze Jahr über ein volles Programm. Mehr als 30 Führungen veranstalten sie im Laufe eines Jahres in ihrem etwa 61 000 Hektar großen Zuständigkeitsbereich. Dazu kommt die Pflege von Wegen, die Ausschilderung von Wanderpfaden und die Kartierung von Tierarten.

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Ein Umzug steht der Naturparkverwaltung voraussichtlich im Jahr 2024 ins Haus. Dann verlässt man das bisherige Domizil in Basedow und zieht in die circa 14 Kilometer entfernte Wassermühle in Ziddorf. In Basedow wäre man gerne geblieben, sagt Kristin Zscheile, doch sei man hier räumlich an Grenzen gestoßen. So sei ihr Naturpark der einzige in Mecklenburg-Vorpommern, der bisher kein Informationszentrum habe, weil es die räumlichen Bedingungen in Basedow einfach nicht hergeben. Mit dem künftigen Standort in Ziddorf werde sich das aber ändern.

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