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Neuer Nobel-Hort ist schon wieder zu klein

Im Januar wurde der neue Hort – ein Anbau zwischen Schule und Turnhalle – mit 88 Plätzen in Dargun eröffnet. Gern spielen die Jungs hier Tischkicker. (Archivbild)
Im Januar wurde der neue Hort – ein Anbau zwischen Schule und Turnhalle – mit 88 Plätzen in Dargun eröffnet. Gern spielen die Jungs hier Tischkicker. (Archivbild)
Kirsten Gehrke

Eigentlich sollten mit dem Neubau in Dargun alle Hortprobleme für die nächsten Jahre gelöst werden. Doch nur wenige Monate nach der Einweihung stellt sich heraus: Für die Viertklässler ist hier gar kein Platz mehr. Die Eltern sind empört.

Noch nicht einmal ein halbes Jahr ist es her, dass die Grundschüler von Dargun in ihr neues Hortgebäude umziehen konnten. Jetzt sei alles viel schöner und größer, freuten sich die Kinder. Mit 400.000 Euro war der Bau zwischen Turnhalle und Schule doppelt so teuer geworden wie zunächst geplant. Man habe die Anforderungen an solch ein Gebäude einfach unterschätzt, gestand Bürgermeister Sirko Wellnitz (WVD) zu Jahresbeginn noch ein.

Und nun sorgt der Hort bereits für richtig großen Ärger. Eine Reihe Eltern war in dieser Woche zur Stadtvertretersitzung gekommen. Eltern von Schülern der vierten Klasse, für die es alles andere als sicher ist, ob sie mit dem neuen Schuljahr den Hort überhaupt noch besuchen dürfen. Man habe dafür absolut kein Verständnis und wolle nun wissen, was man gegen die „Abschaffung der Hortbetreuung der Viertklässler“ unternehmen könne, wie die Eltern in der Sitzung formulierten.

Krisengespräch noch vor den Sommerferien

Betrieben wird der Hort vom Kinder- und Jugendförderverein der Kita „Sonnenschein“. Da wäre es wohl besser, deren Vertreter mit an den Tisch zu holen, meinte Bürgermeister Wellnitz. „Die Kita hat sich entschieden, so da ran zu gehen, dass erst einmal die ersten Klassen berücksichtigt werden. Und dann muss man sehen, was übrig ist und wer unbedingt auf einen Hortplatz angewiesen ist“, erklärte Sozialamtsleiterin Roswitha Trost.

Die Leiterin der Kita „Sonnenschein“, Gudrun Schumacher, wollte sich auf Anfrage des Nordkurier nicht zu dem Problem äußern. Mit den Eltern sei alles Nötige besprochen, ließ sie lediglich wissen. So ganz stimmen kann das aber nicht. Denn dass Eltern von Viertklässlern jetzt erst einmal einen neuen Antrag stellen müssten, wie Bürgermeister Wellnitz erläuterte, davon hätten sie gar nichts gewusst, berichteten die Eltern auf der Stadtvertretersitzung.

Die Stadt will nun noch vor den Sommerferien in einem Gespräch mit dem Trägerverein einen Ausweg aus der Misere suchen. Wie der aussehen könnte, ist noch völlig unklar.