Es gab Zeiten, da war deutlich mehr los im Ärztehaus in der Teterower Poggestraße. Viele Mediziner haben ihre Praxi
Es gab Zeiten, da war deutlich mehr los im Ärztehaus in der Teterower Poggestraße. Viele Mediziner haben ihre Praxis hier verlassen und sind an das andere Ende der Stadt gezogen. Thomas Koch
Leere Praxen

Neues Ärztehaus voll, altes wartet auf neue Mieter

Ein schönes, neues Ärztehaus hat die Stadt Teterow unweit des Bahnhofs. Am anderen Ende der Stadt stehen nun aber viele ehemalige Praxen leer. Wie soll es hier weitergehen?
Teterow

Das war Konrad Hahn von vornherein klar: Wenn die Teterower Wohnungsgesellschaft in der Rosenstraße ein neues Ärztehaus baut, kann das für das bisherige Mediziner-Zentrum der Stadt nichts Gutes heißen. Genau dieser Fall ist jetzt auch eingetreten. Die neuen Praxen unweit des Teterower Bahnhofes sind alle belegt. Die letzte freie wurde vor wenigen Tagen bezogen.

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Im Ärztezentrum in der Poggestraße haben sich die Reihen unterdessen ganz schön gelichtet. An vielen einstigen Praxistüren hängen kleine Zettelchen mit dem Hinweis, dass man ab sofort in der Rosenstraße zu finden sei. Augenarzt, Orthopäde, Frauenärztin – sie alle haben ihre Sachen gepackt und behandeln ihre Patienten fortan in einer neuen Praxis am anderen Ende der Stadt.

Vermieter rechnet nicht mit weiteren Ärzten

Und das sei auch völlig in Ordnung. So sei die Zeit, Dinge entwickeln sich immer wieder neu, sagt Konrad Hahn, der bei der in Weimar ansässigen Passat Grundstücksgesellschaft beschäftigt ist. Dem Unternehmen gehört das Ärztehaus in der Teterower Poggestraße. Auf den langen Fluren sind mittlerweile fünf Praxistüren verschlossen, Nachmieter werden dringend gesucht. Davon zeugt auch ein großes Banner, das vor einigen Wochen direkt an der Bundesstraße aufgestellt wurde. Ganz ohne Erfolg ist man bei der Neuvermietung bisher nicht geblieben. „Wir freuen uns sehr darüber, dass sich in der Poggestraße wieder ein Kinderarzt niedergelassen hat“, sagt Hahn. Klar sei ihm allerdings, dass hier in Zukunft nicht mehr nur Ärzte zu finden sein werden. Das gebe der Markt einfach nicht her.

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Dennoch sei man bemüht, hier vor allem Mieter zu finden, die in das Profil des Hauses passen. Das könnten seiner Ansicht nach zum Beispiel Logopäden, Physio- oder Ergotherapeuten sein. Verhandlungen mit Interessenten hat es in den vergangenen Wochen immer wieder gegeben. „Wir waren in sehr konkreten Gesprächen mit einem Anbieter für Tagespflege, der sich hier niederlassen wollte. Leider konnten wir seinem Platzbedarf nicht gerecht werden“, bedauert Konrad Hahn. Wenn Interessenten nicht aus dem medizinischen Bereich kommen, sei das aber kein allzu großes Problem.

Räume auch als Büros nutzbar

Gut vorstellen kann sich Hahn, die freien Räumlichkeiten auch als Büros oder als Anwaltskanzlei zu vermieten. Die Mietersuche beschränkt sich nicht nur auf das große Werbebanner an der Bundesstraße gegenüber der Sparkasse. Auch auf dem Internetportal „Teterower Einblicke“ sucht man nach neuen Nutzern für die leerstehenden Praxisräume. Kontakt zu seinem Unternehmen könne man gern auch per E-Mail an die Adresse [email protected] aufnehmen, bietet Konrad Hahn an.

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