Das neue Mehrzweckgebäude des Tierheims Demmin in Randow bietet einen Quarantäne- und Krankenbereich für Kleint
Das neue Mehrzweckgebäude des Tierheims Demmin in Randow bietet einen Quarantäne- und Krankenbereich für Kleintiere und Hunde. In diesem Raum sind Diamanttäubchen untergebracht. Fotos: Anke Krey Anke Krey
Kerstin Lenz, Vorsitzende des Tierschutzvereins Demmin, erläutert Stefan Guzu, Bürgermeister von Stavenhagen,  Chris
Kerstin Lenz, Vorsitzende des Tierschutzvereins Demmin, erläutert Stefan Guzu, Bürgermeister von Stavenhagen, Christiana Müller, zuständig für Tierheimberatung beim Deutsche Tierschutzbund und Silke Alvermann, Vorstandsmitglied im Demminer Tierschutzverein, die Inneneinrichtung eines Quarantäneraumes. Anke Krey
Christiana Müller, zuständig für die Tierheimberatung beim Deutschen Tierschutzbund, fotografiert das neue Mehr
Christiana Müller, zuständig für die Tierheimberatung beim Deutschen Tierschutzbund, fotografiert das neue Mehrzweckgebäude des Tierheims Demmin in Randow. Anke Krey
Tierheim-Leiterin Kerstin Lenz erläutert Stefan Guzu, Bürgermeister der Stadt Stavenhagen, worauf bei der Innenausst
Tierheim-Leiterin Kerstin Lenz erläutert Stefan Guzu, Bürgermeister der Stadt Stavenhagen, worauf bei der Innenausstattung der Krankenboxen besonders geachtet werden muss. Anke Krey
Investition

Neues Mehrzweckgebäude des Tierheims Demmin eingeweiht

Vom Kaninchen bis zum Kanarienvogel – das neue Gebäude des Tierheims Demmin bietet endlich Platz für Neuankömmlinge. Viele von ihnen müssen erst einmal zum Tierarzt.
Demmin

Das neue Mehrzweckgebäude des Tierheims in Randow wurde am Mittwoch (2. November) feierlich eingeweiht. Es beherbergt einen Quarantäne- und Krankenbereich für Hunde und Kleintiere, wie Kaninchen, Meerschweinchen oder Vögel. Unter dem großen Dach war aber auch Platz für eine geräumige Voliere, in der sich bereits Diamanttäubchen, Zwergwachteln, Zebrafinken und Kanarienvögel tummeln.

Der Neubau war dringend notwendig. Denn Tiere, die neu ins Tierheim kommen, sind oftmals in einem schlechten Gesundheitszustand. Sie müssen daher tierärztlich behandelt und von Parasiten befreit werden, berichtet Tierheim-Chefin Kerstin Lenz. Die neuen Räume verbessern die Arbeitsmöglichkeiten der Tierschützer erheblich. So wird es in dem Gebäude zukünftig auch eine kleine Futterküche geben.

Viele Eigenleistungen aufgebracht

Das Mobiliar dafür ist noch nicht eingetroffen. Aber ansonsten ist das Haus nun fertiggestellt. Viele Eigenleistungen sowie 180.000 Euro waren durch den Tierschutzverein aufzubringen, um den Neubau zu ermöglichen. Finanziert wurde das Projekt zu 50 Prozent durch das Land, über ein spezielles Förderprogramm für Tierheimbauten. 35.000 Euro stellt der Deutsche Tierschutzbund zur Verfügung, 20.000 Euro gab die Klara-Samariter-Stiftung.

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Die Restsumme musste der Demminer Tierschutzverein tragen – was dank großzügiger Spender auch gelungen ist, freut sich Kerstin Lenz. „Im Frühjahr werden wir noch einmal ein richtiges Fest feiern und zum Tag der offenen Tür einladen.“ Ein ganz besonderes Dankeschön geht an die beteiligten Baufirmen um das Bauunternehmen Gorkow aus Jarmen. „Sie haben alles möglich gemacht“, betont die Leiterin des Tierheimes. Und zwar ohne Mehrkosten für den kleinen Tierschutzverein – angesichts der gegenwärtigen Situation gleicht das einem Wunder.

Veträge mit verschiedenen Städten

Der Tierschutzverein Demmin kümmert sich unter anderem um Fundtiere. Dazu gibt es derzeit Verträge mit dem Amt Demminer Land sowie mit den Städten Loitz und Stavenhagen, berichtet Kerstin Lenz. Mit der Hansestadt Demmin gebe es leider keinen Vertrag. Im Katzenhaus Neukalen sowie im Tierheim Randow können insgesamt 40 Katzen und zehn Hunde betreut werden.

Die Tierschützer engagieren sich erfolgreich, um ein gutes neue Zuhause für die Tiere zu finden: „Wir vermitteln jährlich 150 Katzen und 50 Hunde“, berichtet Kerstin Lenz. Beschäftigt werden derzeit eine Ganztages- und eine Vier-Stunden-Teilzeitkraft. Die steigenden Kosten bereiten auch dem auch Tierschutzverein Kopfzerbrechen. Denn die beiden Tierheime finanzieren sich nur zur Hälfte über die Verträge mit den Kommunen. „Der Rest sind Spenden“, so die Tierheim-Chefin, „und die Spendenbereitschaft lässt gerade stark nach.“

Stefan Guzu, der Bürgermeister von Stavenhagen, lobt die Zusammenarbeit mit dem Tierheim Demmin: „Das bringt Entlastung für unsere Mitarbeiter. Wir können uns darauf verlassen, dass die Tiere stets zuverlässig versorgt werden. Und es ist gut investiertes Geld, davon habe ich mich jetzt überzeugt, und das werde ich auch der Stadtvertretung berichten.“

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