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Nicht Gold aus Stroh, aber jede Menge Kreatives

VonIris DiessnerGenießen und selbst aktiv werden, das ist Kristina Freitags Motto bei Kunst:offen. Zum 5. Mal lädt sie in ihren Hof bei der Gielower Mühle ...

Auf dem Hof von Kristina Freitag (rechts) können Kunst:offen-Besucher wieder mit vielen Angeboten zum Schauen und Mitmachen rechnen. [KT_CREDIT] FOTO: Freitag

VonIris Diessner

Genießen und selbst aktiv werden, das ist Kristina Freitags Motto bei Kunst:offen. Zum 5. Mal lädt sie in ihren Hof bei der Gielower Mühle ein.

Gielow Mühle.Kristina Freitag muss einen Moment überlegen, wenn man sie fragt, worauf sie sich bei Kunst:offen am meisten freut. „Wenn die Besucher entdecken, dass Kunst nicht nur etwas zum Anschauen ist“, sagt sie.
Zum fünften Mal nimmt sie an der Aktion teil, bei der sich zu Pfingsten Atelier- und Werkstatttüren für Kunstinteressierte öffnen. Das ist doch schon ein richtiges kleines Jubiläum. Ebenfalls schon Tradition hat es, dass sie nicht allein zeigt, was sie mit Pinsel und Farbe geschaffen hat. Kristina Freitag malt seit Jahren in ihrer Freizeit in verschiedenen Techniken.
Ihr zur Seite steht wie immer ihre Schwägerin Silke Freitag. Die bringt ihre Filzarbeiten mit. Daran kommen mit Sicherheit vor allem die weiblichen Besucher kaum vorbei, verspricht Kristina Freitag. Aber auch Heilsteinschmuck ist wieder dabei. Wer zusehen möchte, wie zwar nicht gerade Stroh zu Gold, aber immerhin Wolle gesponnen wird, kann dies bei Silke Freitag anschauen. Und vielleicht selbst mal probieren?
Iris Hofrichter zeigt Kreatives aus Holz. „Auch hier ist Mittun möglich“, so Kristina Freitag. Das sei ihr wichtig, denn gerade in der heutigen stressigen Zeit bedeute ein Hobby viel für den seelischen Ausgleich. Das könne sie jedenfalls aus eigenem Erleben bestätigen, lacht sie. Und wer die Frau kennt, weiß, dass diese nicht nur ein Hobby hat. Neben der Malerei nimmt sie Klavierstunden und singt im Pop-Chor der Teterowerin Susi Koch mit. Und mit Keramikarbeiten hat sie sich ebenfalls schon beschäftigt. Früher. Jetzt hat sie drei Mitglieder des Neubrandenburger Keramikstudios unter der Leitung von Siegfried Gaede zu Kunst:offen eingeladen. Die werden ein Schaudrehen auf der Töpferscheibe und Aufbaukeramik zeigen. Und – natürlich – zum Mitmachen animieren.
Ein besonderer Gast am Pfingstmontag ist der Vedutenzeichner Kjeld Heinze aus Waren. Er zeichnet wirklichkeitsgetreu Landschaften oder Stadtbildnisse und beeindruckt dabei mit der Akribie, mit der er seine Arbeiten anfertigt. Weil der offene Hof der Freitags bei Kunst:offen immer so viele begeisterte Besucher hat, habe sich auch Liselotte Rebohm für Pfingsten angesagt. Die Seniorin aus Christinenhof will hier ihre Bücher vorstellen. Vor wenigen Wochen sind ihre Frauengeschichten erschienen.
„Das passt doch prima zu uns und wir freuen uns auf Besucher und einen regen Austausch“, meint Kristina Freitag. Ihr Hof ist am Pfingstsonntag und -montag jeweils von 10 bis 18 Uhr geöffnet.

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i.diessner@nordkurier.de