Buch zum Zweiten Weltkrieg
Niederländer sucht Familie eines Malchiner Wehrmachtssoldaten

Auf dem Friedhof in Malchin erinnert ein Gedenkstein an die Kriegstoten. Ein niederländischer Autor forscht nun nach einem Malchiner Soldaten.
Auf dem Friedhof in Malchin erinnert ein Gedenkstein an die Kriegstoten. Ein niederländischer Autor forscht nun nach einem Malchiner Soldaten.
Thomas Koch/Archiv

Bei Recherchen zu einem Buch über einen Ort in Holland im Zweiten Weltkrieg führte eine Spur nach Malchin. Der Hobby-Historiker hofft nun auf Hilfe.

Der niederländische Autor John Heideman will deutschen Soldaten ein Gesicht geben, die in der Umgebung seiner Geburtsstadt Castricum gestorben sind. Er will ihre Geschichte in einem Buch erzählen. Eine Spur führt ihn dabei nach Malchin.

Seit Jahren erforscht der 54-Jährige die Kriegsgeschichte des Ortes an der Nordseeküste in den Niederlanden. Zwei Bücher habe er schon über Castricum im Zweiten Weltkrieg geschrieben. Nun plant er einen dritten Band, in dem er unter anderem über sechzehn deutsche Wehrmachtsoldaten berichten will.

Leutnant beim Zollgrenzschutz fiel an der Nordsee

Bei den Recherchen sei er auf Benno Schmidt aus Malchin gestoßen, der einer von diesen sechzehn Soldaten war. Über ihn erhofft sich der Holländer mehr zu erfahren und braucht dabei Hilfe. Denn der Autor weiß bisher nur, dass Benno Schmidt am 25. August 1908 in Malchin geboren wurde. Er sei Leutnant beim Zollgrenzschutz der Deutschen Wehrmacht in Castricum gewesen, der in der Zeit von 1937 bis 1945 die Grenzen des Deutschen Reiches bewacht hatte und auch für die Grenzen der meisten besetzten Gebiete zuständig war.

Bis zu seinem Tod am 25. Oktober 1940 soll Benno Schmidt beim Zollgrenzschutz gedient haben. Die Todesursache sei unbekannt, schreibt John Heideman in einer Mail an den Nordkurier. Der Malchiner Soldat sei nach dem Krieg umgebettet worden auf den Deutschen Soldatenfriedhof Ysselsteyn in den Niederlanden. Auf dieser Kriegsgräberstätte würden ungefähr 32.000 deutsche Soldaten ruhen.

Gegenstände aus dem Krieg in den Dünen

Der Autor sucht jetzt nach Familienangehörigen. Wenn andere Malchiner den Soldaten kennen, würde er auch gern mit diesen in Kontakt treten. „Ich möchte sehr gern Benno Schmidt und den anderen fünfzehn Soldaten ein Gesicht geben und die Geschichte dieser Männer erzählen“, erklärt er seine Bitte. Wer über das Leben des Malchiner Soldaten etwas weiß, kann sich an den Nordkurier wenden. Wir leiten den Kontakt dann gern an John Heideman weiter. Der Autor hat auch eine Website: www.castricumbakkumwo2.nl.

Dort beschreibt er auch, warum er sich schon seit seiner Jugend für die Geschichte so interessiert. In den Dünengebieten um Castricum habe er viele Gegenstände aus dem Krieg gefunden und sei in den letzten Jahren damit beschäftigt gewesen, so viele Informationen wie möglich über die Zeit des Zweiten Weltkriegs in der Nähe von Castricum zu finden. Über Jahre habe er Dokumente und Fotos gesammelt, nach Augenzeugen gesucht, die während des Krieges in Castricum lebten.

Dabei sei so viel zusammengekommen, dass er sich entschloss, alles als Buch zu veröffentlichen. Zwei Teile seien bereits erschienen. Die beschreiben unter anderem die Umgebung von Castricum und dem Ortsteil Bakkum während des Zweiten Weltkrieges und befassen sich mit der 90 Meter hohen Radaranlage in den Nordsee-Dünen, mit den in Castricum stationierten deutschen Soldaten und dem Bunkergebäude.

Kommentare (7)

gefallen für Führer, Volk und Vaterland bekommen ihre Gesichter zurück. Die Geschichten ihrer viel zu kurzen Leben sollen erzählt werden. Sechzehn von 4.720.000 Gefallen der Wehrmacht nur aus dem Reichsgebiet. Die Sieger kriegen ein Denkmal. Über die Verlieren wird geschwiegen. Danke John Heideman, dass Sie über Benno Schmidt aus Malchin und die anderen 15 deutschen Soldaten ein Buch schreiben.

über all die Missetaten der, ach so gloreichen deutschen, Schlächter (aka Soldaten) berichtet, isses mir gleich. Sofern aber mal wieder jemand meint die "Opferbereitschaft" dieser Massenmörder, mit diesem geilen deutsch/arischen Blut [entfernt. D. Red.] zu müssen, kanner sich gehackt legen. Die deutschen Truppen verübten in einer nie dagewesen Art und Weise Kriegsverbrechen, dass man als Mensch, mit Respekt vor anderem menschlichen Leben, über diese [entfernt, bitte verzichten Sie auf Fäkalsprache. D. Red.] auf jeden gefallenen Wehrmachtssoldaten, ihr habt euch euer Schicksal selbst ausgesucht.

und der hieß Adolf Hitler. Anders als die Angehörigen der Schutzstaffel (SS) hatte keiner der 18 Millionen Wehrmachtssoldaten eine Wahl. Nicht einer!

hat eine Wahl! Lasst euch für eine Menschenfeindliche Ideologie einspannen oder steht dagegen auf. Jeder Mensch ist für sein eigenes Handeln verantwortlich, die Schuld, welche die ganzen Dulder und Unterstützer dieses faschistischen Regimes auf sich nahmen ist allein Ihre. Jeder Einzelne hätte achso arme Unterdrückte Volksdeutsche hätte dagegen aufstehen können, aber nö, die eigene Schuld später bei Anderen zu suchen ist ja einfacher.

- kommen Sie mal runter aus ihrer kleinen kranken roten Welt - wenn Geschichte und Politik so einfach wären wie Sie meinen - warum steht D dann heute im 21 Jh 30 Jahre nach der Wiedervereinigung so mittelprächtig da - Tendenz fallend - ist schon nicht gut wenn Idioten von Idioten gewählt werden und diese dann noch regieren dürfen

Soviel hochkonzentrierten geistigen [entfernt, bitte verzichten Sie auf Fäkalsprache. D. Red.] von diesem Hayas sollte selbst den gut ausgebildeten Journalisten des NK zuviel sein, denn das ist schon mehr als ein Verstoß gegen die Netiquette.

Fäkalsprache wird gelöscht - okay. Naziglorifizierung im Eingangskommentar bleibt stehen - merkwürdig.