Unsere Themenseiten

:

Ungefährliches Vogelgrippe-Virus bei Gänsen

Der Virus wurde bei Gänsen aus einer kleinen Freilandhaltung festgestellt. (Symbolbild)
Der Virus wurde bei Gänsen aus einer kleinen Freilandhaltung festgestellt. (Symbolbild)
Bernd Wüstneck

Beginnt jetzt wieder die Vogelgrippe-Saison? In der Mecklenburgischen Seenplatte wurde der H5N2-Virus nachgewiesen. Dieser hat allerdings keine tödlichen Folgen für die Tiere.

Bei Zuchtgänsen in der Mecklenburgischen Seenplatte ist das niedrig pathogene (gering krankmachende) Vogelgrippevirus H5N2 nachgewiesen worden. Es handele sich dabei nicht um die Geflügelpest, teilte das Agrarministerium in Schwerin am Donnerstag mit. „Hier liegt kein Seuchengeschehen vor”, erklärte Minister Till Backhaus (SPD). Die Tiere zeigen in dem Fall keine oder geringe Krankheitserscheinungen.

Infizierte Tiere werden nicht getötet

Den Gänsen aus einer kleinen Freilandhaltung waren Speichelproben entnommen worden, weil einige Tiere an einer Ausstellung teilnehmen sollten. Bei dem Test im Landesamt für Landwirtschaft, Lebensmittelsicherheit und Fischerei sei das Virus entdeckt worden. Der Betrieb wurde gesperrt, die Tiere dürfen nicht ausgestellt werden. Sie müssen nach Ministeriumsangaben aber auch nicht getötet werden, sondern können ihre Grippe ausheilen.

Minister Backhaus wies alle Geflügelhalter auf die notwendige Einhaltung der Hygienemaßnahmen zum Schutz vor der Vogelgrippe hin. Vor einem Jahr hatte in Mecklenburg-Vorpommern Anfang November die Vogelgrippe-Saison begonnen. Auf der Insel Riems bei Greifswald war eine tote Reiherente gefunden worden, bei der das Virus H5N8 nachgewiesen wurde.