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Ordnungshüter tricksen Dauer-Falschparker aus

Das Auto des Reichsbürgers stand dauerhaft auf diesem Platz. Doch damit ist jetzt Schluss.
Das Auto des Reichsbürgers stand dauerhaft auf diesem Platz. Doch damit ist jetzt Schluss.

Monatelang hatte ein selbsternannter Reichsbürger die Darguner Verwaltung fast zur Verzweiflung gebracht. Nachdem jede Menge Knöllchen nicht halfen, wartete der Stadtbauhof jetzt einen günstigen Moment ab. Und schlug dann zu.

Da müssen die Mitarbeiter des Darguner Stadtbauhofes aber jeden Tag auf der Lauer gelegen haben, um den entscheidenden Moment abzuwarten. Monatelang stand Darguns bekanntester Falschparker an ein und der selben Stelle in der Schlossstraße und kassierte dafür auch ein Knöllchen nach dem anderem. Doch den Fahrzeughalter scherte das wenig. Er sieht sich als Reichsbürger und deshalb an die Gesetze und Parkverbotsschilder der Bundesrepublik Deutschland nicht gebunden.

Womit er nicht gerechnet hat: Auch die Staatsmacht kann knallhart und erbarmungslos sein. Als der fast 30 Jahre alte Toyota LandCruiser jetzt einmal kurz unterwegs war, rückte der Bauhof schnurstracks mit Spaten und Pfahl an. Sofort wurde der rot-weiß gestreifte Poller in den Boden gerammt. Nicht nur provisorisch, sondern dauerhaft. Der Metall-Poller ist weder versenk- noch abkippbar. Wenn der renitente Bürger nicht auf die vielen Mahnschreiben und Knöllchen des städtischen Ordnungsamtes hören will, dann muss eben zu anderen Mitteln gegriffen werden.

Der Falschparker hatte über Monate hinweg in der Darguner Ordnungsamtsstube für viel Verdruss gesorgt. Das Wohnmobil blockierte teils kommunale Flächen und verstieß damit gegen Darguner Satzungsrecht.

Doch ganz abgeschlossen ist der Fall damit noch nicht. Da sind ja noch die vielen Strafmandate, die der Besitzer des Wohnmobils zu begleichen hat.