RÄTSELHAFTE GERÄUSCHE

Pastor enttarnt den Schnarcher vom Kirchturm

Was faucht da nur des Nachts in der Malchiner Innenstadt? Der Pastor ging dem merkwürdigen Geräusch jetzt nach und stieß auf eine Überraschung.
Torsten Bengelsdorf Torsten Bengelsdorf
Zwei Paare Schleiereulen haben sich im Malchiner Kirchturm eingenistet und beginnen bei Dunkelheit damit zu fauchen.
Zwei Paare Schleiereulen haben sich im Malchiner Kirchturm eingenistet und beginnen bei Dunkelheit damit zu fauchen. Carsten Rehder
Malchin.

Das Rätsel um seltsame Schnarch-Geräusche aus dem Malchiner Kirchturm ist gelöst. Seit Wochen berichten Anwohner der benachbarten Straßen von einem eigenartigen Geräusch, das in jeder Nacht zu hören ist und sich wie ein Schnarchen anhören würde. Doch so sehr sie die Ohren auch spitzten – wie es zu dem Ton kommt, konnte bisher nicht geklärt werden.

Jetzt machte sich Malchins Pastor Markus Hasenpusch auf die Suche. Er inspizierte vor allem die kleinen Öffnungen im Mauerwerk des Kirchturms, die besonders den Tauben als Einschlupflöcher dienen. Doch hier fliegt noch ein anderer Gast ein und aus, wie der Pastor beobachtete.

Reagieren die Eulen auf Marder?

Zwei Paare Schleiereulen sind in die Nistkästen eingezogen, die die Kirchgemeinde im Turm-Inneren vor vielen Jahren einmal für Turmfalken aufgestellt hatte. Wenn es dunkel wird, kommen die Eulen hervor und machen mit einem Fauchen, das an ein Schnarch-Geräusch erinnert, auf sich aufmerksam.

Warum die Eulen bei Eintritt der Dunkelheit bis weit in die Nacht hinein von sich hören lassen, ist noch nicht ganz klar. Schleiereulen fauchen vor allem dann, wenn sie sich bedroht fühlen. Möglicherweise reagieren die nachtaktiven Vögel auf einen Marder, der sich ebenfalls bis vor einigen Tagen in dem Kirchturm aufgehalten haben soll.

 

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Kommentare (1)

im Kirchturm als ein Schnarcher nebenan im Bett.