PERSONALIE GEKLÄRT

Peenebad Malchin bekommt neuen Chef

Der neue Bademeister tritt seinen Job schon in der nächsten Woche an. Doch auch die Stadtvertreter werden sich in Kürze wohl auf einem Sondertreffen erneut mit Malchins beliebtester Freizeiteinrichtung beschäftigen müssen.
Mitte Mai wird Malchins Peenebad in die neue Saison starten. Der neue Bademeister fängt aber bereits in der kommenden Woc
Mitte Mai wird Malchins Peenebad in die neue Saison starten. Der neue Bademeister fängt aber bereits in der kommenden Woche mit den Vorbereitungen an und wird dabei noch von seinem Vorgänger unterstützt. Torsten Bengelsdorf
Malchin.

Der Mann ist 60 Jahre alt, kommt aus Anklam und hat bereits in einer großen Badeanstalt in Berlin mit jährlich 120 000 Besuchern gearbeitet. Ab nächster Woche hat er aber einen neuen Job. Er ist der neue Leiter des Malchiner Peenebades und damit Nachfolger von Holger Andrys. Den Namen des neuen Malchiner Bademeisters will man im Rathaus noch nicht verraten. Er habe seinen Vertrag inzwischen aber unterschrieben.

Die Stadt Malchin hatte im vergangenen Jahr die Stelle des Peenebad-Chefs öffentlich ausgeschrieben, nachdem Holger Andrys seinen Rückzug aus der Freizeiteinrichtung angekündigt hatte, die in der Saison auch gern von Teterower Badegästen besucht wird. Großen Andrang hatte es auf die Stellenausschreibung allerdings nicht gerade gegeben, wie Bürgermeister Axel Müller (CDU) berichtet. „Wir hatten vier Bewerber aus der ganzen Republik, aus Malchin war aber niemand dabei”, sagte Müller. Für den Anklamer habe sich die Stadt aufgrund seiner Erfahrungen entschieden. Er werde nun ab nächster Woche noch zusammen mit Holger Andrys die neue Badesaion vorbereiten, Andrys hört Ende März dann offiziell auf.

Wie bleibt das Wasser warm?

Eine wichtige Entscheidung ist damit für Malchins beliebteste Freizeiteinrichtung gefallen. Für eine andere wird das Rathaus möglicherweise die Stadtvertreter in Kürze zu einer Sonderausschuss-Sitzung zusammenholen. Es geht um die hübsche Summe von 792 000 Euro, die die Stadt im vergangenen Jahr an Fördermitteln für eine Badewasser-Erwärmung vom Bund zugesagt bekommen hatte. Doch was genau nun mit diesem Geld und dazu noch einem Eigenanteil geschehen soll, ist immer noch unklar. „Wir müssen da jetzt aber langsam zu Potte kommen”, sagt der Bürgermeister. Eigentlich sollte mit dem Geld eine Art Schiebedach bezahlt werden, mit dem das Wasser in dem Schwimmerbecken angenehm warm gehalten werden könnte. Bei dieser Dachvariante waren aber bei einer genaueren Prüfung nicht nur die Kosten durch die Decke gegangen, das Schwimmerbecken ist auch einige Meter zu breit für die Schiebe-Konstruktion.

Mittlerweile sind insgesamt fünf andere Varianten im Gespräch, den Peenebad-Besuchern den Badeaufenthalt so angenehm wie möglich zu machen. Auch eine Dachvariante ist dabei, allerdings ohne Schiebemechanismus. Neu ist die Idee einer Aufwärmhalle, in der sich die Badegäste zum Beispiel auf Liegestühlen entspannen können, bevor sie dann wieder in das kältere Badewasser steigen. Ob dafür allerdings das Fördergeld eingesetzt werden kann, das ist noch unklar. Die Gelder aus Berlin sind offenbar mit dem Schwimmunterricht verknüpft, für den im Malchiner Peenebad bessere Bedingungen geschaffen werden sollen.

Die Stadtvertreter sollen nun in der Sonder-Ausschusssitzung festlegen, welche Variante die Stadt weiter verfolgen soll.

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