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Pflanz-Aktion bringt Farbe in Teterower Rabatten

Den tristen Anblick am Platz des Friedens war der Chef vom Teterower Gartenmarkt leid und ergriff mit seinem Team die Initiative. Vielleicht macht das Beispiel ja Schule, regt er an.
Simone Pagenkopf Simone Pagenkopf
Frühlingsboten wurden jetzt auf private Initiative am Platz des Friedens in Teterow gepflanzt.
Frühlingsboten wurden jetzt auf private Initiative am Platz des Friedens in Teterow gepflanzt. privat
Trist sah die Rabatte vor der Aktion aus.
Trist sah die Rabatte vor der Aktion aus. privat
Teterow.

Auf der Einwohnerversammlung in Teterow wurde noch kritisiert, dass es an Farbtupfern gerade auf öffentlichen Grünflächen in der Stadt fehlt. Jetzt ergriff das Team des Teterower Gartenmarktes die Initiative. John Dünninghaus, Chef des Gartenmarktes, war der Anblick einer tristen Rabatte am Platz des Friedens, wo täglich etliche Leute vorbeikommen, nämlich leid. Kurzentschlossen holte er sich im Rathaus das Okay, sich auf eigene Kosten mit seinem Team um die Fläche zu kümmern.

Die alte „Bepflanzung” kam raus, die Rabatte wurde mit Mutterboden aufgefüllt, Frühlingsboten wurden gepflanzt und der Boden leicht mit Rindenmulch abgedeckt. So entstand ein bunter Farbtupfer. „Wir werden uns auch erst mal für die nächste Zeit um diese Rabatte kümmern”, sagt John Dünninghaus. Eine Kollegin werde regelmäßig nach dem Rechten sehen. Später sollen dann auch Sommerblumen gepflanzt werden. „Vielleicht finden sich ja auch noch andere Firmen, die die Stadt so verschönern”, regt er an. Ein kleines Schild könnte dann mit aufgestellt werden, auf dem zu lesen ist, wer die Bepflanzung gesponsert hat.

Große Resonanz auf Aufruf in Malchin

Warum sollte das Beispiel nicht Schule machen. Dann müssten Teterower auch nicht – wie noch auf der Einwohnerversammlung – auf Städte wie Tessin verweisen, wo seit Jahren ab dem zeitigen Frühjahr Blumen gepflanzt werden. Tessin strebt jetzt übrigens ganz offiziell den Namenszusatz „Blumenstadt” an, und zwar zum 700. Stadtgeburtstag im Jahr 2021. In Malchin hatte Bürgermeister Axel Müller 2017 die Aktion „Eine Pflanze für Malchin” gestartet und damit den Nerv der Malchiner getroffen, denn viele spendeten Pflanzen, um ihre Stadt noch farbenfroher zu machen.

Apropos farbenfroh: Im Stadtpark in Teterow soll auch wieder eine sogenannte Bienenweide angelegt werden, heißt eine Blühfläche für Bienen und Insekten. John Dünninghaus hat dieses Projekt fest im Blick. „Ich finde es gut”, sagt er. „Wir wollten die Fläche schon mähen. Noch kommen wir mit Technik aber nicht rauf, weil es so nass ist”, räumt er ein.

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