SPRACHE

Plattdeutsches Wort des Jahres heißt "utklamüsern"

Etwa 200 Einsendungen haben Landes-Heimatverband und Fritz-Reuter-Literaturmuseum zu ihrem Wettbewerb bekommen. Auch eine Neuschöpfung und eine Redensart wurden gekürt.
Das Fritz-Reuter-Literaturmuseum in Stavenhagen kürt jedes Jahr gemeinsam mit dem Landesheimatverband das Plattdeutsche Wort des Jahres.
Das Fritz-Reuter-Literaturmuseum in Stavenhagen kürt jedes Jahr gemeinsam mit dem Landesheimatverband das Plattdeutsche Wort des Jahres. Plath
Stavenhagen.

„Utklamüsern” – so heißt das Plattdeutsche Wort des Jahres 2019. Das teilte das Fritz-Reuter-Literaturmuseum in Stavenhagen am Sonntag mit. „Utklamüsern” bedeutet so viel wie austüfteln, herausfinden, auskundschaften oder forschen. Vorgeschlagen hat das Wort Marco Höster aus Rostock. Mancherorts sagen Plattsnacker auch „utklamüstern”.

Der Landes-Heimatverband und das Stavenhagener Museum kürten außerdem die schönste Neuschöpfung und die liebste Redewendung im Plattdeutschen. Hier machte „fuurtsen-roewertrecken-Code” für QR-Code – eingesandt von der Anderen Grundschule auf dem Lande Groß Nemerow – das Rennen. Bei der Redensart entschied sich die Jury für „He röögt dat Muul as de Katteker den Steert” (Er hat ein flinkes Mundwerk) – vorgeschlagen von Karin Göbel aus Bargteheide.

Auswahl aus 200 Vorschlägen

Die Jury konnte aus nahezu 200 Einsendungen wählen – eine deutliche Steigerung zum Vorjahr, wie der Leiter des Literaturmuseums, Marco Zabel, sagte. „Die Vorschläge kamen wieder aus dem gesamten plattdeutschen Sprachraum, woraus die variierende Schreibweise resultiert”, so Zabel. Offiziell bekanntgegeben wird das Plattdeutsche Wortes 2019 am Sonntag beim 6. Plattdütsch-Bäukerdag in Rostock.

Im Jahr 2018 wurde „Hartpuckern” zum plattdeuschen Wort des Jahres gewählt. Auf Deutsch bedeutet es ganz einfach: Herzklopfen.

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