Machen sie den Weg frei? In Malchin sollen die Mitglieder der Genossenschaftsbank Malchin/Teterow am 27. Mai über die Fusion mit der Nachbarbank an der Seenplatte abstimmen.
Machen sie den Weg frei? In Malchin sollen die Mitglieder der Genossenschaftsbank Malchin/Teterow am 27. Mai über die Fusion mit der Nachbarbank an der Seenplatte abstimmen.
Zusammenschluss in der Seenplatte

Raiffeisenbank lässt über Fusion abstimmen

Seit September führen die Banker aus Teterow und Malchin Fusionsgespräche mit ihren Kollegen von der Seenplatte. Nun müssen auch die Mitglieder der Genossenschaftsbank überzeugt werden.
Malchin

Es ist noch gar nicht so lange her, dass der Vorstand der Raiffeisenbank Teterow/Malchin versprach, auf jeden Fall eigenständig bleiben zu wollen. Fusion war da noch kein Thema. Doch die Zeiten ändern sich, offensichtlich auch für Banker. Nun steht der Zusammenschluss mit der Raiffeisenbank Mecklenburger Seenplatte auf der Tagesordnung. In der Generalversammlung am 27.  Mai in der Malchiner Zachow-Turnhalle werden die Mitglieder der Genossenschaftsbank über die „Verschmelzung“ – wie sie die Vorstände beider Banken nennen – zu entscheiden haben. Die beiden Nachbarbanken hatten im September des vergangenen Jahres ihre Fusions-Absichten öffentlich gemacht.

Kritiker: Vorteil der Ortskenntnisse geht verloren

Durch den Zusammenschluss werde die neue Genossenschaftsbank mit dem Namen „Raiffeisenbank Mecklenburger Seenplatte“ eine Bilanzsumme von rund 713  Millionen Euro haben, insgesamt 20 Geschäftsstellen und vier Selbstbedienungsfilialen sowie 128 Mitarbeiter. Das höhere Eigenkapital werde eine flexiblere Kreditvergabe an die Kunden ermöglichen. Die Raiffeisenbank werde auch weiterhin vor Ort für ihre Kunden da sein und das in den bekannten Filialen und mit den vertrauten Gesichtern, heißt es in einem Informationsblatt zur Generalversammlung.

Mit der Fusion reagieren die beiden Banken vor allem auf die Herausforderungen der Niedrigzinspolitik und der steigenden aufsichtsrechtlichen Regulierung, die vor allem kleinere Banken trifft und hohe Kosten verursacht.

Kritiker warnen davor, dass die kleineren Banken durch immer mehr Zusammenschlüsse ihre Bodenhaftung verlieren und den Vorteil ihrer Ortskenntnisse, die bei Geldgeschäften extrem wertvoll sind, aufs Spiel setzen könnten.

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