Entsetzt über das Ausmaß der blindwütigen Zerstörung: Sportwart Matthias Fritzsche in der Küche des
Entsetzt über das Ausmaß der blindwütigen Zerstörung: Sportwart Matthias Fritzsche in der Küche des Vereins. Thomas Koch
Vereinsvorsitzende Alette Munkelberg nahm gleich am Sonnabend Kontakt zur Versicherung auf, nachdem sie sich vor Ort ein Bild
Vereinsvorsitzende Alette Munkelberg nahm gleich am Sonnabend Kontakt zur Versicherung auf, nachdem sie sich vor Ort ein Bild von den Zerstörungen gemacht hatte. Thomas Koch
Anschlag

Randalierer zerstören Teterower Tennisheim – Kinderturnier abgesagt

Den Mitgliedern des Tennisvereins bot sich ein schreckliches Bild: zerstörte Fenster, kaputte Flaschen und eine nahezu komplett zerstörte Küche. Zu leiden haben vor allem die Kinder.
Teterow

Alette Munkelberg vom Teterower Tennissport war fassungslos und rang nicht nur nach Worten, sondern auch mit den Tränen: Mitten am Freitag verschafften sich Unbekannte Zutritt zum Tennisgelände an der Langhäger Chaussee und sorgten für ein Bild der Verwüstung. „Es dürften mehrere tausend Euro sein. Und ob was gestohlen wurde, das müssen wir auch noch kontrollieren“, sagte Vereinsvorsitzende Alette Munkelberg. Das für Sonnabend geplante Kinderturnier musste der Verein absagen.

Zerstörte Fenster, kaputte Flaschen

Dass auf dem Areal etwas nicht stimmt, das hatte Sportwart Matthias Fritzsche am späten Freitagnachmittag festgestellt. Das Tor zur Anlage, das sonst immer fest verschlossen ist, stand sperrangelweit offen. Der Anblick, der sich ihm dann nur wenige Minuten später am und im Vereinsheim bot, sei mit Worten nicht zu beschreiben, sagte Fritzsche. Am Gerätehaus des Trainers waren mehrere Fenster zertrümmert. Noch schlimmer hatten die Randalierer im Vereinsgebäude gewütet. Über eine eingeschlagene Fensterscheibe hatten sie sich Zutritt zu den Räumlichkeiten verschafft. Der Versammlungsraum war übersät mit Scherben. Volle Sektflaschen hatten die Täter gleich reihenweise auf dem Fußboden zerschmettert.

Es kam noch schlimmer

Den Weg zur Küche konnte sich Fritzsche nur unter größter Vorsicht bahnen. Alles lag voller Scherben und zerstörter Einrichtungsgegenstände. In der Küche war der Herd zerstört, Geschirr lag zertrümmert am Boden. „Es war das blanke Chaos. Wer immer das getan hat, war offenbar darauf aus, den größtmöglichen Schaden anzurichten“, sagte der Sportwart entsetzt.

Noch am Freitagabend untersuchte ein Team der Rostocker Kripo den Tatort, sicherte Fingerabdrücke und Fußspuren. Am Montag wird ein Gutachter der Versicherung den Schaden vor Ort inspizieren. Erst dann könne man genau sagen, wie schwer dieser Anschlag den Verein trifft.

Zweiter Randale-Fall innerhalb kurzer Zeit

Es ist der zweite schwere Fall binnen weniger Wochen, bei dem in Teterow Randale für einen großen Schaden gesorgt haben. Am 20. April war ein Spielgerät auf dem Schulkamp angesteckt und völlig zerstört worden. Der Schaden dort: 30.000 Euro.

Mehr dazu: 30.000-Euro-Spielgerät abgebrannt

zur Homepage