Feuerwehr in Not
Malchins Rathausmitarbeiter sollen bei Feuerwehr aushelfen

Wenn es im Amtsbereich brennt, könnte sich im Rathaus eine schnelle Unterstützungstruppe zusammenfinden.
Wenn es im Amtsbereich brennt, könnte sich im Rathaus eine schnelle Unterstützungstruppe zusammenfinden.

Da am Tage zu wenig freiwillige Einsatzkräfte bereit stehen, sollen nun die Stadtbediensteten mit ran. Doch sind die für Löscheinsätze überhaupt geeignet?

Vom Bürostuhl aus schnell an den Feuerwehrschlauch: Weil am Tage immer weniger freiwillige Kräfte für den Feuerwehrdienst zur Verfügung stehen, könnte künftig in Malchin die Stadtverwaltung aushelfen. 51 Prozent der Feuerwehrleute seien tagsüber bei Alarmierungen nicht verfügbar, haben Gutachter für den neuen Brandschutzbedarfsplan des Amtes Malchin herausgefunden.

Einspringen sollen nun Mitarbeiter aus der Stadtverwaltung. Etwa acht bis neun Rathaus-Bedienstete kämen für die Feuerwehrarbeit infrage, schätzt Amtswehrführer Dirk Giese, der zugleich Brandschutzbeaufragter des Rathauses ist. Amtsleiter seien allerdings nicht dabei, sie seien schon zu alt für eine Ausbildung zum aktiven Feuerwehrdienst.

Kein Geld für Ausrüstung

Um den Rathaus-Bediensteten den Job bei der Feuerwehr schmackhaft zu machen, könnten in der Arbeitszeit Grundlehrgänge für die Lösch- und Hilfseinsätze organisiert werden, schlägt die Studie vor und geht sogar noch einen Schritt weiter. Wenn die Rathaus-Löschgruppe (RLG) komplett ist, könnte am Rathaus sogar ein Mannschaftstransportwagen (MTW) stationiert werden, mit dem die schnelle Unterstützungstruppe zu Einsätzen im gesamten Amt ausrücken könnte.

„Ein großes Problem ist aber noch die Ausrüstung dieser zusätzlichen Kräfte, die beschafft werden müsste”, sagt Dirk Giese. Und dann müsse auch noch manche Befindlichkeit bei den gestandenen Feuerwehrmänner und -frauen gegenüber den Rathaus-Eingreif-Kräften abgebaut werden.