Ehrenfriedhof

Recherche bringt weitere Namen von Kriegsopfern ans Licht

Die Stadt Malchin will den sowjetischen Ehrenfriedhof wieder etwas mehr in Ordnung bringen. Dabei geht es auch um die Inschriften der Grabsteine.
Der sowjetisches Ehrenfriedhof auf dem Malchiner Friedhofsgelände umfasst 84 Grabstellen.
Der sowjetisches Ehrenfriedhof auf dem Malchiner Friedhofsgelände umfasst 84 Grabstellen. Torsten Bengelsdorf
Malchin

84 Grabsteine umfasst der kleine Malchiner Ehrenfriedhof, auf dem sich die Gräber sowjetischer Soldaten aneinander reihen, die meisten von ihnen sind zum Kriegsende 1945 gestorben. Darunter sind viele ganz junge Männer, wie die Inschriften auf einigen Grabsteinen verraten. Aber auch kleine Kinder wurden hier begraben, manche erst ein oder zwei Jahre alt.

Einige Namen falsch geschrieben

Auch wenn die Stadt Malchin seit vielen Jahren die Gedenkstätte pflegt, einige der Grabsteine sind längst verwittert, manche Schrift ist kaum noch zu entziffern. Das soll nun wieder anders werden. Die Stadt Malchin hat Gelder beantragt, um die Grabstätte wieder in Ordnung zu bringen. Dabei sollen auch einige Beschriftungen der Grabsteine korrigiert werden. Bei Recherchen in russischen Archiven habe sich nämlich herausgestellt, dass einige Namen falsch geschrieben sind. Bei diesen Nachforschungen ist man dann aber offenbar auch noch auf weitere Namen gestoßen, die nun auf den Grabsteinen ergänzt werden können. Denn auch Gräber unbekannter Soldaten sind auf dem kleinen Ehrenfriedhof noch zu finden.

Die Stadt wollte nach Auskunft von Bürgermeister Axel Müller (CDU) auf dem Ehrenfriedhof eigentlich einen größeren Gedenkstein aufstellen. „Doch davon haben wir wieder Abstand genommen, nachdem die russische Botschaft Bedenken angemeldet hatte“, so Müller.

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Kommentare (1)

Und unseren Soldaten??! Irgendwo verscharrt und keiner weiss mehr wo.