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Regulus-Kapitän zieht maue Bilanz

Noch bis 30. September ist Kapitän Volker Stürmer mit der Regulus auf dem Teterower See unterwegs.
Noch bis 30. September ist Kapitän Volker Stürmer mit der Regulus auf dem Teterower See unterwegs.
Eberhard Rogmann

Die Barkasse Regulus zieht noch bis 30. September ihre Runden über den Teterower See. Der Mann am Steuer macht sich dabei so seine Gedanken. Und die sind nicht durchweg positiv.

Ein munteres „Hallo Käpt‘n“ schallt vom Bootssteg hinüber zur Motorbarkasse „Regulus“, die im Begriff ist anzulegen. „Hallo“, grüßt Kapitän Volker Stümer zurück. Passagiere haben sich zu dieser Stunde am Anleger Naturbad nicht eingefunden. Den Bootsführer wundert das nicht. „Es ist Mitte September. Da fährt in der Woche kaum noch jemand rüber zur Insel.“ Am Wochenende war das noch anders. „Sonnabend lief das richtig rund. Ich war überrascht, denn in der Stadt war Musikfest und auch die Mela in Mühlengeez lockt ja immer viele Besucher“, gesteht der Kapitän.

Doch das vorletzte Septemberwochenende wird die Bilanz der Saison 20016 nicht aufbessern. Das Geschäft auf der Barkasse lief sehr flau. Stürmer macht keinen Hehl daraus. „Das Problem ist Teschow. Seit zehn Tagen fahr ich das Ufer gar nicht mehr an. Der Wasserstand ist einfach zu gering. Aber es finden sich auch kaum noch Fahrgäste ein.“

Das hat zwei Ursachen. Zum einen ist die Auslastung der dortigen Schlossklinik noch weit unter der Kapazität. Vereinzelt hatten Patienten die Gelegenheit zu einer Bootsfahrt genutzt. „Aber geschäftlich schlägt sich das kaum nieder. Das hat derzeit noch die gleiche Größenordnung wie Urlauber aus den Ferienwohnungen in Hagensruhm. Dabei ist Teschow ein 90-Betten-Haus“, schildert der Kapitän. So richtig reingeschlagen habe allerdings die Schließung der Gutsschänke „von Blücher“ zur Jahresmitte.

Volker Stürmer hatte schnell die Konsequenz gezogen und war nur noch alle zwei Stunden über den großen See geschippert. Doch auch dies lohnte sich nicht. „Die einzigen, die davon profitieren, sind Radfahrer. Denn die kann ich bei der geringen Auslastung fast immer problemlos mitnehmen“, verweist er auf die Kehrseite.

Für die kommende Saison zeigt der Regulus-Kapitän Zweckoptimismus. „Bis dahin ist die Klinik hoffentlich in der Spur.“