Vertrag geschlossen

Reitsportler in Teterow können Platz wieder nutzen

Mehr als ein halbes Jahr wurde über die Zukunft des Reitplatzes in der Teterower von Moltke-Straße diskutiert. Jetzt ist ein Vertrag unterschrieben worden.
Der Trainingsplatz in der von Moltke Straße: Künftig werden hier wieder regelmäßig Reitsportler anzutref
Der Trainingsplatz in der von Moltke Straße: Künftig werden hier wieder regelmäßig Reitsportler anzutreffen sein. Vereinschef Hans Burmeister ist glücklich, dass es jetzt endlich einen Nutzungsvertrag für den Trainingsplatz gibt. Thomas Koch
Teterow

Die Tinte war noch gar nicht trocken. Aber das wollten sich die Mädels dann doch nicht nehmen lassen. Kaum hatte sie die Nachricht erreicht, dass der Vertrag zwischen der Stadt Teterow und dem Reitverein über die künftige Nutzung des Trainingsplatzes in der von Moltke-Straße unterzeichnet ist, sattelten sie ihre Pferde. Über Monate war das Gelände Sperrgebiet für den Verein, jetzt konnten sie hier endlich wieder aufgaloppieren. Ein gutes halbes Jahr hatte die Frage nach der künftigen Nutzung der Fläche für reichlich Diskussionsstoff gesorgt. Im Rathaus favorisierte man lange die Zeit die Lösung, den Platz zu verkaufen und in naher Zukunft bebauen zu lassen. Als Argument führte der Bürgermeister ins Feld, dass die Fläche ohnehin nicht mehr genutzt werde. Ganz Unrecht hatte er damit nicht.

Corona hat Trainigsbetrieb lange zum Erliegen gebracht

Dass hier in den vergangenen zwei Jahren nur noch äußerst selten Reiter anzutreffen waren, lag aber nicht daran, dass der Verein das Interesse am Reitsport und schon gar nicht an seinem Trainingsplatz verloren hat. Die Corona-Krise hatte auch vor den Teterower Pferdesportlern nicht Halt gemacht und auch hier den Trainingsbetrieb für lange Zeit zum Erliegen gebracht.

Vereinschef Hans Burmeister ist glücklich darüber, dass die nervenaufreibenden Debatten der vergangenen Wochen jetzt doch noch zu einem Einlenken der Stadt und zu einem guten Ende geführt haben. Der Platz wird nicht verkauft, die Reiter können bleiben. Der von Bürgermeister Andreas Lange, Vereinschef Burmeister und seiner Stellvertreterin unterschriebene Nutzungsvertrag ist für zwei Jahre geschlossen. Dass das Papier nach der Zeit wieder in Frage gestellt wird, glaubt Hans Burmeister nicht. „Alle im Verein sind froh darüber, dass wir jetzt endlich Planungssicherheit haben und wieder mit dem regulären Training beginnen können“, sagt er. Ausdrücklich bedankt sich der Vereinschef bei den Teterower Stadtvertretern Mathias Schmitus, Winfried Schneider und Wolfgang Blanck, die sich in den vergangenen Monaten immer wieder für die Belange der Reitsportler eingesetzt hätten.

So ziemlich alle Trainingsgeräte verschwunden

Eine Sorge hat Burmeister aber dann doch noch. Während der trainingsfreien Zeit sind auf dem Reitplatz so ziemlich alle Trainingsgeräte verschwunden. Vor allem die Sprunghindernisse. An die Stadt will der Vereinschef demnächst einen Antrag stellen und um Unterstützung bitten. Auch an den Landessportbund. „Wenn sich vielleicht noch der eine oder andere Sponsor findet, der uns in dieser Hinsicht unter die Arme greift, wäre das eine ganz tolle Sache“, sagt er.

Der Teterower Reitsportverein hat derzeit 15 Mitglieder, fast ausschließlich Kinder und Jugendliche. Beim Training gehe es nicht darum auf hohes Wettkampfniveau zu kommen, sondern den jungen Leuten den Spaß und die Freude am Umgang mit Pferden zu vermitteln und ihnen eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung zu geben, so Burmeister.

Stadt. Land. Klassik! - Konzert in Teterow

zur Homepage