Vororttermin an einer maroden Brücke. Till Backhaus (3.von links), Bürgermeister Rainer Boldt (4.von links), Heinz Beisheim vom Staatlichen Amt für Landwirtschaft und Umwelt (5. von links) suchen nach Lösungen, damit der Fritz-Reuter-Rundweg zwischen Zettemin und Demzin nicht unterbrochen wird.
Vororttermin an einer maroden Brücke. Till Backhaus (3.von links), Bürgermeister Rainer Boldt (4.von links), Heinz Beisheim vom Staatlichen Amt für Landwirtschaft und Umwelt (5. von links) suchen nach Lösungen, damit der Fritz-Reuter-Rundweg zwischen Zettemin und Demzin nicht unterbrochen wird. Eckhard Kruse
Umweltminister sorgt in Zettemin für Direkthilfe

Reuter-Rundweg scheint gerettet

Was so ein Plausch mit dem Ministerpräsidenten und dem Umweltminister so alles bewirken kann! Die Gemeinde Zettemin hat jetzt nicht mehr ganz so viele Sorgen und dafür mehr Lösungen in Sichtweite.

Wenn Ministerpräsident und Umweltminister sich den Kopf zerbrechen, wie sie einer kleinen Gemeinde helfen können, ist das wohl das Maximale, was ein Dorfbürgermeister herausholen kann. Der Zetteminer Bürgermeister Rainer Boldt (Wählergemeinschaft) hat das geschafft. Beim kommunalpolitischen Abend der SPD-Landtagsfraktion in Stavenhagen sprach er am Mittwoch Erwin Sellering an. Der holte sich Landwirtschaft- und Umweltminister Till Backhaus und den kommunalpolitischen Sprecher Heinz Müller dazu.

Rainer Boldt sieht riesige Probleme in der Gemeinde. Vor allem die Wegeunterhaltung übersteigt die Kräfte der Kommune. Sie hat aber auch kein Geld, um die gemeindeeigene Brücke über die Ostpeene zu erneuern. Die ist marode, aber über sie verläuft der touristisch wichtige „Fritz-Reuter-Rundwanderweg“. Außerdem ist die Gemeinde ratlos, wie sie zu neuen Rohren kommt, die Klärwässer aus den Kleinkläranlagen in die Vorfluter führen: Auch hier fehlt Geld.

Boldt konnte bei Sellering sogar einen Vororttermin herausschlagen. Der gab dem Agrarminister und dem Landtagsabgeordneten Thomas Krüger zwei Stunden frei. Sie brachen zur Zetteminer Brücke an die Ostpeene auf, um zu helfen. Weil auch der Leiter des Staatlichen Amtes für Landwirtschaft und Umwelt Neubrandenburg, Heinz Beisheim, und Bauamtsmitarbeiterin Marlies Holz dazu kamen, konnten Nägel mit Köpfen gemacht werden.

Was kam heraus? Über die Ostpeene wird keine Autobrücke, sondern eine Rad- und Fußgängerbrücke für 180 000 Euro gebaut. Ziel sind die Jahre 2015 oder 2016. Weil über das Leader-Programm keine Förderung nötig war, soll die Flurneuordnung helfen. Dafür muss die Gemeinde einen Antrag stellen. Um den nötigen Eigenanteil aufzubringen, könnte Zettemin unter Umständen Geld aus dem Kofinanzierungsfonds des Landes bekommen, so Backhaus.

Damit das Klärwasser aus den Kleinkläranlagen der Gemeinde bis in die Gräben gelangt, muss die Gemeinde neue Rohre verlegen. „Diese Kosten müssen Sie auf die Nutzer umlegen“, betonte Beisheim.

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