AUF EIS GELEGT

Reutermuseum Stavenhagen bekommt keinen Eintrag im Blaubuch

40 ostdeutsche Museen sind beim Bund als kulturelle Leuchttürme registriert. Auch das Fritz-Reuter-Literaturmuseum bewarb sich um einen Eintrag. Vergebens.
Die Reuterbüste von Gerhard Rommel begrüßt die Besucher nun im Obergeschoss.
Die Reuterbüste von Gerhard Rommel begrüßt die Besucher nun im Obergeschoss. Eckhard Kruse
Stavenhagen.

Das Schliemann-Museum in Ankershagen, das Fallada-Haus in Carwitz und die Barlach-Museen in Güstrow sind schon drin: Dem Fritz-Reuter-Literaturmuseum in Stavenhagen bleibt der Zugang zum „Blaubuch“ der national bedeutsamen Kultureinrichtungen in Ostdeutschland aber vorerst versperrt. Darüber informierte Museumsleiter Marco Zabel in der Sitzung des Sozialausschusses, der sich seit langer Zeit wieder einmal in Reuters Geburtshaus umschaute.

Doch der Museumsleiter betonte auch, dass das nichts mit fehlender Anerkennung des Museums und Fritz Reuters zu tun habe. Vielmehr hätten sich die äußeren Umstände geändert. Der Bund verfolge das Vorhaben zur Erweiterung des Blaubuchs um weitere kulturelle Leuchttürme momentan nicht mehr weiter. „Man hat beschlossen, den Blaubuch-Prozess vorerst nicht fortzusetzen“, erläuterte Zabel.

Gute Chancen hätte das Fritz-Reuter-Literaturmuseum aber gehabt, versicherte Zabel. Der Verfasser des Blaubuches, Prof. Dr. Paul Raabe, hatte das Stavenhagener Museum schon als Kandidat für eine Aufnahme erwähnt. Es wäre eines von rund 40 Museen im „Blaubuch“ geworden. 2017 hatte Zabel das Museum in Eisenach bei den Entscheidungsträgern vorgestellt. 2018 erhielt man für den Museumsumbau sogar schon Fördermittel aus diesem Topf der Leuchttürme. Doch dann habe es offenbar eine neue Strategie im Kulturstaatsministerium gegeben.

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