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Ernte-Rekord

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Riesige Sonnenblume misst 4,32 Meter

Gärtnerglück für Manfred Woesner in Stavenhagen: Der Rentner braucht eine Leiter, um seine Sonnenblume zu messen.
Gärtnerglück für Manfred Woesner in Stavenhagen: Der Rentner braucht eine Leiter, um seine Sonnenblume zu messen.
Kirsten Gehrke

Ein Stavenhagener hat bewiesen, dass er einen richtig grünen Daumen hat. Er hat seinen eigenen Rekord aus dem Jahr 2010 übertroffen.

Manfred Woesner hat sich diesmal selbst übertroffen. Als der Stavenhagener 2010 schon einmal so ein Prachtexemplar mit 4,16 Meter Höhe gemessen hatte, dachte er, dass so etwas kaum zu überbieten ist. Doch jetzt steht in seinem Garten hinterm Haus eine noch prächtigere Sonnenblume, die stolze 4,32 Meter hoch ist. Das hat er mit einem Zollstock ermittelt. Und war selbst überrascht.

Nur mit einer Trittleiter kommt er an die Blüte heran, die seit fünf Tagen in voller Schönheit zu sehen ist. Wahrscheinlich lag es an dem feuchten Torfboden in seinem Garten, der die Blume so in die Höhe schießen ließ. „Aber die Sonne war es dieses Jahr auch“, vermutet der Rentner.

Nur abends ein Schluck Wasser

Die grünen Blätter sind voll und kräftig. Ein besonderes Rezept habe er für seinen Erfolg nicht. So wie vor acht Jahren habe er es diesmal jedenfalls nicht gemacht und die Pflanze extra mit Brennnesseljauche gegossen. Eigentlich habe die Blume abends sogar nur ganz wenig Wasser bekommen, erzählt der Rentner. Erst seitdem sie blüht, bekomme sie täglich einen Schluck mehr. Es sei eben in diesem Jahr alles ziemlich trocken, selbst im Torf.

Die Samen für seine Sonnenblumen zieht er sich immer selbst. Im Mai hat er gesät. Dass diesmal wieder eine riesige Pflanze daraus erwächst, konnte er da noch nicht ahnen. Damit der lange Stängel nicht abknickt, hat der 75-Jährige die Blume mit Stangen gesichert und angebunden. Schließlich wollen er und seine Familie sich noch lange daran erfreuen.

Sonst mit Gummistiefeln im Garten

Auch die Sonnenblume, die seine Enkelin gepflanzt hat, ist mit 3,85 Metern stattlich geworden. Darauf sei sie ganz stolz. Vielleicht hat sie den grünen Daumen von ihrem ja Opa geerbt.

Der kann in diesem Sommer dank Torfboden mit noch mehr guten Ernten aufwarten, obwohl er kaum gegossen hat. „Beim Pflanzen gibt es einmal Wasser und dann müssen sie zurechtkommen“, verrät er seine Methode. Wo woanders der Rasen verbrannt ist und nur noch gelb aussieht, ist die Wiese bei Manfred Woesner saftig grün. Naja, in feuchten Jahren hingegen komme es aber auch vor, dass er mit Gummistiefeln zu den Hühnern muss, relativiert er.