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Saison-Halali: Spitzenreiter und Schlusslicht vor finalen Partien

Beim jüngsten Nachholspiel in Wesenberg setzte es für die Kummerower Landesklasse-Kicker (r.) eine 2:3-Niederlage.[KT_CREDIT] FOTO: M. Schütt

VonFlorian FerberGegensätzlicher geht es kaum: Während Kickers JuS 03 um den Aufstieg in der Fußball-Landesklasse I mitspielt, muss sich der FSV Rot-Weiß ...

VonFlorian Ferber

Gegensätzlicher geht es kaum: Während Kickers JuS 03 um den Aufstieg in der Fußball-Landesklasse I mitspielt, muss sich der FSV Rot-Weiß Kummerow wohl mit dem Abstieg in die Kreisoberliga abfinden.

Stavenhagen/Kummerow.„Ich will aufsteigen und bin davon überzeugt, dass wir es schaffen.“ Die Euphorie bei Bernd Wunderlich, Trainer von Kickers JuS 03, ist auch nach den turbulenten Spitzenspielen in der Fußball-Landesklasse I gegen den TuS Neukalen 1990 (1:0) und den SV Traktor Pentz (0:3) weiter ungebrochen. „Wir sind Erster und haben drei Punkte Vorsprung. Warum sollten wir da ins Grübeln geraten? Viele Teams würden gerne mit uns tauschen“, führt der 56-Jährige weiter aus und hat die Statistik auf seiner Seite.
Allerdings: Das große Saisonziel, der Aufstieg in die Landesliga, kann beim heutigen Jubiläum – zehn Jahre Kickers JuS 03 – noch nicht in die Vereinsannalen eingetragen werden. Dazu hätte man unter anderem die kecken Pentzer weiter auf Distanz halten müssen. Stattdessen setzte es ein auf und neben dem Platz viel diskutiertes 0:3 gegen den ärgsten Verfolger. „Ich hatte die Pentzer nicht so stark erwartet“, gibt der JuS-Coach im Rückblick zu, verweist aber auch auf einen in seinen Augen glasklaren Elfmeter, der den Gastgebern verwehrt wurde. Fakt ist: Die jüngsten Partien haben Spuren im Team hinterlassen. „Wir müssen sehen, wer heute gegen Malchin II spielen kann. Alleine gegen Pentz musste ich drei Spieler verletzt auswechseln.“

JuS: Ein gutes Team, aber
keine Übermannschaft
Dass die zurückliegenden Resultate zumindest auf dem Papier nicht mehr so souverän aussehen (unter anderem 0:1 gegen Chemnitz und 1:2 in Burg Stargard), beunruhigt Wunderlich indes nicht. „Alle verlieren mal und gegen den Spitzenreiter ist jeder besonders motiviert. Wir sind ein gutes Team, aber keine Übermannschaft und es war klar, dass wir nicht ungeschoren davonkommen.“ Gleiches gilt im Übrigen auch für den SV Teterow 90 in der aktuellen Landesliga-Ost-Staffel. Vor einem Jahr noch souveräner Sieger der Landesklasse I, folgte eine Etage höher ein beispielloser Absturz. „Das hört man immer wieder als negatives Beispiel. Aber demnach dürfte ja niemand aufsteigen“, so Wunderlich. Bis es soweit ist, gilt es ohnehin erst einmal heute die Pflichtaufgabe FSV 1919 Malchin II im Waldstadion zu lösen (Anstoß 14 Uhr).
Ganz anders indes sieht die Lage beim Schlusslicht der Landesklasse I, dem FSV Rot-Weiß Kummerow, aus. Rechnerisch zwar noch nicht abgestiegen, ist der Klassenerhalt realistisch gesehen aber wohl nicht mehr zu schaffen. „Wir haben gegen die direkten Konkurrenten Krakow und Güstrow II jeweils 1:4 verloren. So ist es natürlich schwer, die Klasse zu halten“, sagt Rot-Weiß-Urgestein Andre Breu mit Blick auf die jüngsten Ergebnisse. Der Kader, so der 32-Jährige, sei einfach zu klein und zu alt. Da fehle es deutlich an jungen Kräften im Team.

Kummerower wollen
Pentzer noch ärgern
Auch wenn nach vier Jahren wohl Schluss für die Kummerower ist, wollen sich die Seen-Kicker in den letzten Partien anständig aus der Landesklasse verabschieden und vielleicht noch den einen oder anderen ärgern – wie zum Beispiel den SV Traktor Pentz in der morgigen Partie (Anstoß 13.30 Uhr) – und somit Schützenhilfe leisten für die Nachbarn aus Stavenhagen und Jürgenstorf.
Auf längere Sicht wollen die Kummerower dann in der Kreisoberliga neu angreifen und dort oben mitspielen. Der Kern von etwa 15 Mann, so Breu, bleibe wohl zusammen und vielleicht finde man dann noch den einen oder anderen Mitspieler. Er selbst, so der Stürmer, strebe aber eine Pause an.
Weiter spielt unter anderem der TuS Neukalen 1990 morgen ab 14 Uhr zu Hause gegen den SV Waren 09 II.