STREIT UM ZWEITE HÄUSERREIHE

Malchin will notfalls zwangsräumen

Trotz des erbitterten Widerstands von Einwohnern will die Stadt Malchin in ihrem Ortsteil jetzt für den Bau von acht Eigenheimen den Weg frei machen.
Anwohner haben am Wochenende ein neues Protest-Transparent an der Dorfstraße von Salem angebracht.
Anwohner haben am Wochenende ein neues Protest-Transparent an der Dorfstraße von Salem angebracht. Torsten Bengelsdorf
Salem.

Im Malchiner Ortsteil Salem wächst der Widerstand gegen einen geplanten Häuserbau am Wiesengrund. Anwohner, die sich zu einer Bürger-Initiative zusammengeschlossen haben, wollen die neue Häuserreihe unbedingt verhindern und führen dafür vor allem Naturschutzgründe an. Doch wollen sich die Anwohner durch die Bau-Pläne auch den Blick zum Kummerower See nicht versperren lassen. Auf einem am Wochenende aufgehängten Transparent wird außerdem gegen die Versiegelung landwirtschaftlicher Nutzflächen protestiert.

Da mittlerweile für das erste Haus eine Baugenehmigung vorliegt, benötigt die Stadt jetzt eine Zufahrt zu dem Baugebiet. Dazu soll ein Plattenweg ausgebaut werden, der allerdings noch von einer Anwohnerin genutzt wird. Da sich die Stadt mit ihr nicht einigen kann, kündigte Bürgermeister Axel Müller nun für den 6. November die Zwangsräumung des Weges an.

 

 

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Kommentare (1)

Die jetzigen Anwohner haben kein Recht auf den Blick auf den Kummerower See. Das ist den höhergestellten Persönlichkeiten vorbehalten. Die bekommen auch Grundstücke zugeschanzt in Natur Schutzgebieten ,siehe Usedom. Die jetzigen Seeblicker dürfen den anderen später den Rasen mähen und das Grundstück sauber halten. Begreift es endlich, der einfache Bürger ist ein nichts.