NEUE KONDITOREI

Sauerländerin sorgt für Süßes am Kummerower See

Aus dem einstigen „Seedomizil“ wird bald die „Konditorei und Café am See“. Eine 24-jährige Sauerländerin wagt den Schritt in die Selbstständigkeit.
Kirsten Gehrke Kirsten Gehrke
Die 24-jährige Sabrina Aloisi will im Mai eine Konditorei mit Café im ehemaligen Seedomizil in Kummerow eröffnen. Fotos (2): Kirsten Gehrke
Die 24-jährige Sabrina Aloisi will im Mai eine Konditorei mit Café im ehemaligen Seedomizil in Kummerow eröffnen. Kirsten Gehrke
Ins Seedomizil Kummerow soll wieder Leben einziehen. Eine junge Frau aus dem Sauerland hat das Objekt übernommen.
Ins Seedomizil Kummerow soll wieder Leben einziehen. Eine junge Frau aus dem Sauerland hat das Objekt übernommen. Kirsten Gehrke
Fast zu schade, um hineinzubeißen: Aus Süßem kann Sabrina Aloisi vieles zaubern.
Fast zu schade, um hineinzubeißen: Aus Süßem kann Sabrina Aloisi vieles zaubern. Sabrina Aloisi/ZVG
Kummerow.

Eigentlich wollte Sabrina Aloisi nur ein halbes Jahr ans Meer. Doch auf der Insel Rügen, wohin es die Sauerländerin gezogen hatte, verliebte sie sich vor zwei Jahren in einen jungen Mann, der beim Energieversorger in Demmin arbeitet. Seit einem Jahr leben die beiden nun in einem Dorf am Kummerower See.

Zufällig entdeckte die Konditorin dort das alte „Seedomizil“ in Kummerow. Als sie beim Reiten im Stall der Kummerowerin Bettina Frank beiläufig fragte, ob diese einen Raum kennt, von dem aus sie ihre Konditorwaren ausliefern könnte, führte sie der Weg direkt ans Ufer des Kummerower Sees. Sofort hatte sich die Sauerländerin in das verlassene Objekt verguckt: Das ist es!

Sabrina Aloisi will hier am 15. Mai eine Konditorei mit Café eröffnen. Seit einer Woche hat sie die Schlüssel für die alte Gaststätte. Noch steckt sie zwar mitten in der Meisterausbildung, doch im Mai stehen die letzten Prüfungen an, und dann ist sie fertig.

Konditorin will Produkte auch ausliefern

Aufgewachsen ist Sabrina Aloisi in Lüdenscheid. Mit der Oma habe sie als Kind schon gern gebacken, es geliebt, kreativ zu sein. Eigentlich hatte sie davon geträumt, Hochzeitsplaner zu werden. „Aber ich bin dann doch nicht der große Planer“, verrät sie. Da mache sie doch lieber Brautpaare mit ihren Hochzeitstorten glücklich.

In NRW lernte sie Konditorin, ihr Ziel war es schon immer, sich irgendwann mit einem Café selbstständig zu machen. Aber dass es so schnell geht, das hat sie selbst nicht für möglich gehalten. „Doch die Gelegenheit muss man nutzen“, meint die junge Frau. Sie sieht eine gute Chance, dass sich ihr Café in Kummerow etablieren kann.

Arbeit mit regionalen Produkten

Dass vor ihr etliche Versuche gescheitert sind, am Ort ein Restaurant zu betreiben, davon lässt sich die 24-Jährige nicht entmutigen. „Ich habe ein ganz anderes Konzept“, sagt sie. „Eine Konditorei ist etwas anderes als eine Gaststätte.“

Zudem will sie mehr Werbung machen als ihre Vorgänger und plant, ihre Produkte auch auszuliefern. Außerdem arbeitet sie in Kooperation mit dem Schloss in Kummerow zusammen. Eigens dafür wird sie noch eine Schloss-Praline kreieren.

Vorrangig wolle sie mit regionalen Produkten arbeiten, Eier und Milch aus der Gegend verwenden. „Das finde ich sehr wichtig“, erklärt sie. Sie sei gerade dabei, Höfe in der Umgebung anzuschreiben. Die ersten Kontakte nach Sommersdorf und Leuschentin habe sie bereits geknüpft.

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Kommentare (2)

Vor dem Mut dieser jungen Frau. Ich wünsche ihr viel Erfolg.

Familie Komander aus Grammentin und ihre Leckereien helfen bestimmt in der Startphase. Viel Erfolg!