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Feuer in Gehmkendorf

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Schaden nach Strohbrand nicht so hoch wie befürchtet

Die Kameraden mussten die Miete abbrennen lassen.
Die Kameraden mussten die Miete abbrennen lassen.
Torsten Bengelsdorf

400 Strohballen brannten am Wochenende. Die Ursache steht jetzt zweifelsfrei fest. Wer haftet aber noch nicht.

Das Feuer an einer Strohmiete in Gehmkendorf ist von Kinderhand gelegt. Das bestätigte die Polizei jetzt amtlich. Der Brandermittler der Polizeiinspektion Güstrow hatte den Tatort zu Wochenbeginn untersucht. Dabei wurde bestätigt, was als Anfangsverdacht im Raum stand. Drei Kinder unter 14 Jahren hatten am vergangenen Sonnabend an der Miete gezündelt.

Das Feuer war außer Kontrolle geraten. Trotz eines Großaufgebotes der Feuerwehr, die mit etwa hundert Leuten im Einsatz war, konnten die Kameraden wenig ausrichten. Sie ließen den Unterstand mit den 400 Strohballen gezielt abbrennen.

Nach einer Bestandsaufnahme beläuft sich die Höhe des Schadens laut Sprecherin der Polizeiinspektion Güstrow auf etwa 50 000 Euro. Zunächst waren 100 000 Euro angegeben worden. Wer für den Schaden aufkommt, ist noch zu klären. „Das ist nicht Gegenstand unserer Ermittlungen. Wir beschränken uns allein auf die strafrechtlich relevanten Belange“, so die Sprecherin.

Das Ermittlungsverfahren sei noch nicht abgeschlossen. Zwar seien die Kinder nicht strafmündig, doch werde es noch eine Aussprache mit Beamten geben, stellte sie in Aussicht. Die Schadensregulierung sei ein Versicherungsfall. Inwieweit dabei die Eltern haftbar gemacht werden können, sei zivilrechtlich zu klären.