DANISH CROWN INVESTIERT MILLIONEN

Schlachthof Teterow will Abwasserproblem mit Chemie lösen

Das Abwasser des Teterower Schlachthofs übersteigt Grenzwerte. Das kostet viel Geld und soll daher geändert werden. Die Investitionspläne gehen aber noch weiter.
Eberhard Rogmann Eberhard Rogmann
Vor 25 Jahren erstand der neue Schlachthof in Teterow. Der neue Eigentümer, Danish Crown, wird in diesem Jahr die Produktionstechnik weitgehend erneuern. 
Vor 25 Jahren erstand der neue Schlachthof in Teterow. Der neue Eigentümer, Danish Crown, wird in diesem Jahr die Produktionstechnik weitgehend erneuern. Eberhard Rogmann
Teterow.

Der Schlachthof in Teterow wird seine chemische Vorklärstufe ausbauen. „Wir hatten letzte Woche die Konzernführung von Danish Crown vor Ort. Da stand noch die Alternative einer biologischen Vorklärung zur Debatte. Doch aus Erwägungen der Wirtschaftlichkeit fiel die Entscheidung zugunsten der chemischen Aufbereitung des Abwassers“, sagt Betriebsleiter Ralf Breitenfeld.

Die Investition ist vonnöten, da derzeit die Grenzwerte bei der Abwasserentsorgung nicht eingehalten werden. „Konkret geht es um den chemischen Sauerstoffbedarf (CSB). Da besteht eine Abweichung von etwa zehn Prozent. Das bedeutet, dass in der Kläranlage ein größerer Aufwand für die Abwasserreinigung erforderlich ist. Der wird uns vom Betreiber in Rechnung gestellt“, zeigt der Betriebsleiter auf.

Reinigungsgrad reichte nicht aus

Mit diesem Problem schlägt sich das Unternehmen seit einem Jahr herum. Bislang betreibt der Schlachthof auf dem Koppelberg eine physikalische Vorklärung, mit welcher hauptsächlich feste Bestandteile aus dem Abwasser gefiltert werden. Diese Bestandteile werden in einer Biogasanlage verwertet.

Diese Reinigung funktioniere zuverlässig und sei – entgegen anders lautender Berichte – zu keinem Zeitpunkt ausgefallen, betont der Betriebsleiter. Allerdings reichte der Reinigungsgrad nicht aus, um die Grenzwerte einzuhalten. Mit der künftigen chemischen Klärstufe werden zusätzlich auch gelöste Stoffe aus dem Wasser gebunden.

Umbau bei laufendem Betrieb

Dieses Bauvorhaben macht allerdings nur einen Bruchteil der Investitionen aus, die für das laufende Jahr vorgesehen sind. Laut Ralf Breitenfeld plant Danish Crown in Teterow zwei Millionen Euro zu investieren. Dabei geht es hauptsächlich um die Erneuerung der Technik.

Der Schlachthof ist vor 25 Jahren gebaut worden und mittlerweile der einzige in Mecklenburg Vorpommern. Hier werden wöchentlich etwa 10.000 Schweine und 2300 Rinder geschlachtet und zerlegt. Die Beanspruchung der Technik ist entsprechend hoch, der Verschleiß im Laufe der Jahrzehnte sichtbar.

Die Pläne der Firma sind sportlich. Die Erneuerung soll bei laufendem Betrieb erfolgen. „Wir haben dafür vier Wochenenden vorgesehen. Da ruht die Schlachtung und die Handwerker haben freie Bahn. Montags soll dann die Anlage wieder laufen“, schildert Ralf Breitenfeld die betriebliche Sicht -sofern keine unvorhersehbaren Probleme auftreten.

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