NEUE PLÄNE

Schlachthof Teterow will wohl keine Schweine mehr schlachten

Pläne des Konzerns Danish Crown zu einer Umstrukturierung des Schlachthofs in Teterow versetzen Viehalter im Land in Alarmstimmung.
Eberhard Rogmann Eberhard Rogmann
Schweine sollen im Schlachthof Teterow dem Vernehmen nach künftig nicht mehr geschlachtet werden. Für die Tierproduzenten hätte das fatale Folgen. 
Schweine sollen im Schlachthof Teterow dem Vernehmen nach künftig nicht mehr geschlachtet werden. Für die Tierproduzenten hätte das fatale Folgen.  dpa-Archiv (Symbolfoto)
Teterow.

Im einzig verbliebenen Schlachthof Mecklenburg-Vorpommerns in Teterow sollen künftig keine Schweine mehr geschlachtet werden. Diese Ankündigung des Konzerns Danish Crown löste am Freitagnachmittag in der Region eine Schockwelle aus. Verschiedene Medien berichteten, das in Dänemark ansässige Unternehmen beabsichtige, den Betrieb in Teterow zum größten Rinderschlachthof Europas auszubauen. 

Geschäftsführer Kay Rohloff wollte sich am Freitag gegenüber dem Nordkurier zu den Plänen nicht äußern. Er verwies auf eine Belegschaftsversammlung am Montag. Dann werde es eine offizielle Pressemitteilung des Konzerns geben. Seit 2015 der Anklamer Schlachthof dichtmachte, gibt es nur noch die Einrichtung in Teterow.

Schweine-Halter in der Region sind entsetzt

Die Schweineschlachtung war das Kerngeschäft des hiesigen Schlachthofes. Bis zu 400000 Schweine wurde jährlich geschlachtet, dazu etwa 100000 Rinder. Vor einigen Jahren kam die Lämmerschlachtung dazu. Erste Anzeichen einer Veränderung gab es bereits vor einem Jahr, wie Viehalter berichteten. Damals hatte man zwei Schlachttage in der Woche gestrichen. Wegen geringer Nachfrage, wie es offiziell hieß.

Bei Schweineproduzenten hat die neueste Nachricht Entsetzen ausgelöst: "Das ist ein Schlag ins Kontor mit existenzbedrohenden Folgen", sagt Schweinezüchter Torsten Roder aus Viecheln. Er hatte erst im vergangenen Jahr seine Produktion erweitert und dafür 1,2 Millionen Euro investiert. Die Roder GbR ist ein mit dem Tierwohl-Label zertifizierter Betrieb. "Um kostendeckende Erlöse zu erzielen, haben wir entsprechende Vertragspartner gewonnen. Dieses ganze Gefüge bricht zusammen, sollten unsere Schweine nicht mehr in Teterow geschlachtet werden", zeigt der Landwirt auf. Sein Betrieb habe die Tiere selbst dort angeliefert. "Fällt Teterow weg, haben wir Lieferwege von mehr als 200 Kilometern. Tierwohl ade."

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Kommentare (1)

Ausgerechnet in Teterow soll diese Umdisponierung stattfinden.....irgendwie merkwürdig. Nachtigall ick hör dir trapsen....
Aber wir werden Alternativen finden, um weiterhin das geliebte Schweineschnitzel vor Ort zu bekommen, da bin ich positiv gestimmt.